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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
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Von den bewohnten Welt-Theilen

der Sonnen sind bestehen geblieben. Weil aber nun dieseNeben-Götter am Himmel, von den Menschen gar zu weitentfernet waren, so haben sie ihnen allerhand steinerne Ehren.Säulen aufgerichtet, ihnen dieselben mit abergläubischen Ce-remonien geweihet, auch angefangen, dabey den himmlischenCörpern ihre Verehrung zu erweisen, in der Meynung, daß,da sie durch die Einweihung mit ihnen zu einer sonderbarenGemeinschaft gekommen wären, solcher Dienst so gut, als ih-nen selbst geleistet, zu achten sey. Weil man auch dafür hiel-te, daß die Gestirne in gewisse Bäume, Pflantzen und Thiereihren besondern Einfluß gäben, und diese also mit jenen in ei-ner gar sonderbaren Gemeinschaft stehen mästen; so ist manbey zunehmender Blindheit auch dahin verfallen, daß manum deswillen auch solche irdische Creaturen zu verehren ange-fangen hat, und zwar am allerungereimtesten in Egypten»Da nun alle Völcker auf dem ganHen Erdboden, die in denOpfern bestehende Form des äußerlichen Gotteödiensts ange.nommen hatten, so wurde sie anstatt besten, daß sie nach No,achischer Weise auf den Meßiam hätte geführet werden sollen,auf die erdichteten Neben-Götter gerichtet, und solcher Gestaltin die greulichste Abgötterey verkehret. Die höchste Stufeder unsinnigen Abgötterey war endlich diese, daß man gar auchgewisse ehemals gewesene berühmte, oder sehr berufene Men-schen, unter die Zahl der Götter sehte, welche man eigentlichaus Orient herleitete. Denn weil die ersten NachkommenNoah nach der Zerstreuung ihren Kindern und Kindeö-Kin.dem vieles von ihren berühmten Vor-Eltern vor und nach derSündfluth vorgesaget, und wohl ohne Zweifel, um sich mitihnen ein Ansehen zu machen, vieles dazu gefetzet haben, undsolche Erzehlungen mit der Zeit zu lauter glaubwürdigenMährlein bey den leichtgläubigen Leuten wurden; so habensie solche berühmte Vorfahren auch mit unter die Götter ge-zehlet, und diesen gar auch die greulichsten Laster zugeschrie-ben, nachdem sie zum Theil von jenen dergleichen gehöret hat-ten. Zu welcher Zeit aber, oder in welchem 8Tc,iio nach derSündfluth, ingleichen wo und auf was für Art die grobe Ab-

götte-