64 Von den bewohnten Welt-Theilen
cker in der Philosophie und andern Wissenschaften und Kün.sten unterrichtet haben sollen, wie einige von Abraham vor-geben, r) daß er die Egyptier und Phönicier dk Rechen-Kunst und Stern-Kunst gelehret, stehet nicht zu erweisen, s)§. ro. Die Haupt - Summa oder der rechte Mittel.Punct der ganßen parriarchalischenTheologie vor und nachder Sündfluth, bey dem, dem erkannten einigen wahren Gottzu leistenden Gottesdienst, war der Glaube an den ver-heißenen Meßiam und seine Erlösung, welche dabeydurch die Opfer vorgebildet, und den Menschen gleichsam vorAugen gemahlet worden, t) Diesen Glauben aber habendie heil. Alt-Väter durch ein göttlich Leben, Gen. 5,22. d.i.durch einen kindlichen oder vertraulichen und heiligen Um-gang mit Gott und einen vor Menschen unsträflichen und er-baulichen Wandel thätig erwiesen. Und auf diesen Grundin der Lehre, und auf diese Form im Leben, waren dieselbendurch unmittelbare Offenbarung von Gott selbst geführet wor-den. Diese von Gott geoffenbarte und zur Seligkeit nöthi-ge Wahrheit von der Meßianischen Religion, ist theils durchNoah und seine Söhne, welche mit ihm noch etliche hundertJahr nach der Sündfluth gelebet haben, theils durch ihreNachkommen, bey der Zerstreuung in alle Welk, auf demgantzen Erdboden unter allen Völckern ausgebreitet und fort-gepflantzet worden, wie man unter andern, sonderlich aus den,bey allen Nationen unter der Sonnen, von den ältesten Zei-ten her, gebräuchlich gewesenen Opfern gantz klärlich ersehenkan; als welchen Gebrauch sie von Noah und seinen erstenNachkommen, bey welchen es im öffentlichen Gottesdienstdarauf am meisten ankam, empfangen haben, obwohl die da-bey auf den Meßiam gerichtete Absicht nach und nach ausden Augen gesehet worden ist. Demnach man von den er-sten Menschen, wenigstens vor Abrahams Zeiten, und nochlange hernach, nicht sagen kan, daß dieselben schon dergestalt
ver«
r) viä. zolepli. c.9.
-) Ruclä. I.c. x. 414.
t) Siehe v. Langens Mos. Licht und Recht p. izz. h.