Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
Seite
63
Einzelbild herunterladen
 

und ersten Menschen nach der Gündfluch. 6z

also der Srern-Runst sich befiiffen, insonderheit haben dieBabylonier, vor andern Nationen, darinnen eine treffliche! i« Erkenntniß und Erfahrung erlanget, und ihre astronomische

;st Obtervationes fast von Anfang der Erbauung des Babylo«

^ nischen Thurns her richtig ausweisen können, o) So wissen

H, auch die Gelehrten aus verschiedenen Spuren der Alterthü.

ktz mer anzuzeigen, daß der Gebrauch der Buchstabe»» und

V Schriften schon vor Mosis Zeiten im Gebrauch gewesen, wie

zr- bey den Chaldäern, Egyptiern, Phöniciern und Arabern, al«

it. so insonderheit bey denen heil. Patriarchen, als welche die

», merkwürdigsten Dinge und herrlichsten Wahrheiten, so sis

st theils aus göttlicher Offenbarung, theils aus der Erzehlung

^ ihrer Vor-Eltern wissen können, wo nicht mit deutlicher»

, Buchstaben, jedoch diesen ähnlichen Oi-iracisribus und Zei»

^ chen aufgezeichnet, und ihren Nachkommen zur Nachricht

hinterlassen, welche so denn Moses fleißig zusammen getra»^ gen, und vom H. Geist getrieben, sein erstes Buch daraus kr,, ,2 Ordnung gebracht haben soll. x) Was aber einige vsnge«^ wissen und besondern Schriften derer Patriarchen vor und^ nach der Sündfluth namhaft machen, oder dafür ausgeben^ wollen, hat keinen andern, als fabelhaften Grund, g)Wenn auch nicht geleugnet werden kan, daß die heil. Ertz-I Väter gar weise und in manchen Wissenschaften erfahrne^ Männer gewesen, z. E. Noah, Abraham, Joseph ( Ps. io;,

> i2.) Hiob u. a. so darf man dieselben doch keineSweges für

E Philosophen oder Welt-Weisen nach der heutigen Art halten,E vornemlich, da ihre Weisheit nicht so sehr auf weltliche, als

^ göttliche Dinge gerichtet gewesen, darinnen sie als Freunde

^ und Propheten Gottes am meisten studieret, (Gen. 20,7.)

^ und auch ihre Kinder und Gesinde darinnen zu aller Gottse«

M ^eit angewiesen haben, Gen. 18,19. Daß aber dieselbenM öffentliche Land-Schule»» gehalten, und andere Völ«

i ») ilüil. p. zzz.

x») vicl. csmpe§. Vitrlnx. vblerv-t. lscr. äisssrt. I. l. csp. 4.^ p- Z6. 5 g.

g) vicl. Luää. !. c. ^>. rao. 0c 407.