44 Von der Beschaffenheit des Erd-Bodens
Baum-Früchte, und ihr TranckWasser und Milch; dabeyblieben sie beständig, und asten nicht so viel durch einander,sondern behalfen sich mit einerley, und führeten ein garmäßiges Leben. Dieses zehlet man daher auch mit zu dennatürlichen Ursachen, warum die Patriarchen vor der Sünd-fluth ein solch hohes Alter erreichet haben.
§. 7. An Erfindung mancherley tVissenschasienund Rünste hat es auch zu der Zeit nicht fehlen können,mästen die Menschen bey ihrem damahligen hohen Alter durchdie langwierige Erfahrung es darinnen sehr weit bringenkönnen. Adam zwar ist wegen der anerschaffenen göttli.chen Weisheit unter den blossen Menschen-Kindern billig fürden allerweisesten zuhalten, mästen derselbe von seinemwundervollen Verstände und vollkommener Wissenschaft allernatürlichen Dinge eine öffentliche Probe ablegte , als er je-dem vorher nie gesehenen Thier auf dem Felde, und Vogelunter dem Himmel, so schickliche und sinnreiche Namen auf,zulegen wüste , dabey er nicht etwa ihre äussere Gestalt,sondern sogar verborgene Eigenschaft oder innere Natur undWesen genau eingesehen, wie den Gelehrten aus der Hebräi-schen Sprache bekannt ist, Gen. 2,19. 20. coll. v. 2z. 24.Obzwar nun durch den Sünden-Fall solche herrliche Er-kenntniß des Adams in natürlichen Dingen ziemlich geschwä-cht worden ; so ist doch kein Zweifel, daß vieles davonüberblieben , welches er auf die Nachkommenschaft fortge-pflanHet. x) Denn so wird er für den Erfinder vieler Wis.senschaften und Künste, welche das Beste und die Bequem,lichkeit des menschlichen Lebens befördern können, ja so garder Buchstaben selbst gehalten, und daß er zuerst gewiesen,
wie
«) Desfalls aber darf man den Adam für keinen so hochge-lehrten Doctor aller Facultaten oder Welt - Weisen nachder Weife der heutigen Gelehrsamkeit halten , indem vielesheute zu Tage für Theile der Gelahrtheit gehalten werden,die mit des Adams ersten Zustande sich nicht reimen. Viel.v. Luclc!. llill. LccI. v. t. 1?om> l. P.AZ.ibiä.x.iz;.
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