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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
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vor der Sündflmh.

verlängern, wie aus Gen. 5,22. zu Messen. Denn obgleichder Mensch im Stande der Unschuld eine Erschaffene Un-sterblichkeit hatte, so hatte er sie doch nicht also absolut, daßer sich dazu nicht auch dieses äuffern Mittels, als einer Me-dicin, seine Gesundheit und Leben zu erhalten, hätte bedienensollen und können. Da aber nach dem Sünden. Fall Gottden Menschen aus dem Paradies gelassen, ja gar durch einenCherub den Weg zum Baum des Lebens bewahren lassen,vers 21.24. so ist solches vielmehr Gnade gewesen, damit desMenschen natürliches aber gar elendeSLeben, welches ihm dieSünde zugezogen, durch Bemessung der Frucht vom Baumdes Lebens, nicht ewig wahren möchte, welches ärger gewe-sen wäre, als der Tod selbst. Der Baum des Erkennt-nisses Gutes und Böses hat den Namen entweder vonGottes Ordnung und Willen, daß der Mensch durch dessenAnschauung immer bedencken sollte, was gut wäre, nemlichGottes Gebot halten, und was böse wäre, nemlich dasselbeübertreten, daher er selbst den Baum also benennet, Gen. 2,17.oder wie insgemein dafür gehalten wird, von dem Ausgangund der Erfahrung, da sich die Menschen, als sie wider dasVerbot Gottes davon gegessen, in der That den Verlust desGuten und Besitz des Bösen zugezogen, r)

4) Der vornehmste Zweck dieses also abgesteckten Gar-tens war wohl, daß die ersten Menschen bey der ihnen über.gebenen Herrschaft über den Erdboden, ihre eigentliche Re-sidentz und Wohnung daselbst haben sollten. Da denn sol-cher Gestalt das innerliche Ebenbild Gottes auch äusserlichan der so gar herrlichen und lieblichen Wohnung einen Cha-rakter seiner Vortrefflichkeit gehabt. Wenn auch die Men-schen im Stande der Unschuld sich vermehret hätten, daß siedaher auch ausser dem Paradiese wohnen müssen ; so würdedennoch allem Vermuthen nach, der Paradies-Garten denVölckern auf Erden dasjenige gewesen seyn, was der Tem-pel zu Jerusalem der Jüdischen Nation war, nemlich ein Ort

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r) Siehe meinen Bibl. kbyüc. zzr. conf. Caso. Abels bebr.

Alterth. I. c. x. 25.