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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
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z6 Von der Beschaffenheit des Erd-Bodens

finstern Klumpen geschaffen, hätten dessen gröbere und finste-re Theile das innerste der Erden eingenommen, und sich gleichden Hefen ganH zu unterst geseßet: über diesen wären dieWasser des Abgrundes oder der grosten Tiefe stehen geblie-ben, als die dünnern und flüßigern Theile: über solchen aberwären die übrigen fetteren Theile hergeschwommen, nicht an-ders als das Oel auf dem Wasser, und der Milchraun überder dünnen Milch, welche fette und ölichte Feuchtigkeiten ei-nen I-imuln, fetten Leim oder die leimichte Erde gemachet, sodie Auswendigkeit der Wasser des Abgrundes umgeben, undda diese Theilchen mit der Zeit mehr und mehr an einandergewachsen, sey endlich die ganße oder Zeug durch dieSonnen-Hitze und stets sich regende Luft verhärtet, und alsozu einem festen und bewohnten Lande gediehen, das überalleinem Paradies gleich gewesen. In der Sündfluth aber seydie erste und oberste Erde in die Wasser des Abgrundes ab-gesuncken, und daraus die gegenwärtige Erden - Fläche mitihren Bergen, Thälern, Meeren und Flüssen so von ohngesehcentstanden.

§. 2. Es will aber diese Burnetianische Meynung, sowahrscheinlich sie auch der Vernunft vorkommen möchte, den-noch keinem weder der heutigen Natur-als Schrift-Lehrerngefallen, o) Denn da die H. Schrift klar anzeigt, daß schonvor der Sündfluth Meer und trocken Land, Gen. r, 9. io.Berge und Thäler, c. 7,19.22. Job. 19,7. Ps. 90,2. Ps. 104.8. io. Prov. 8,25. wie auch Flüsse und Quellen gewesen, Gen.s,lo. Prov. 8,24. so muß auch die erste Erde überhaupt glei-che rauhe Aussicht gehabt haben, wie die ihige; ob wohl nichtzu leugnen, daß durch die Sündfluth die gantze Gestalt derobern Erden-Rmde, sonderlich in Ansehung der Fruchtbar-keit, welche die erste Erde vor der gegenwärtigen in einemviel ediern Grad gehabt, sehr geändert worden. Denn dieerste obere schwache Garten-Erde ist nicht mit so vielen stei-nigten, mineralischen Theilen vermischt gewesen, wie die Heu-tige, sondern viel reiner und zarter. Die Gewächse wuchsen

von

v) Siehe Scheuch;, kkchc. r.TH. >;s-