Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

vor der Sündflurh. ,7

von selbst auf, ohne daß man nöthig hatte, wie heute zu Tage,das Feld mit so grosser saurer Arbeit zu bauen.

§. z. Die edelste und fruchtbarste Gegend auf demganhen Erd-Boden, vor der Sündfluth, war das so gerühm-te Paradies oder Garcen Eden, worein Gott den Men-schen nach seiner Schöpfung gesetzt hat, Gen. 2,8 - - 5 « Ausdessen Beschreibung wir unterschiedliche Stücke werden zumercken haben, p) als:

i) Der Name, hekst ein Garre, d. i. überhaupt ein sol-cher verwahrter oder verzäunter Ort, der von dem übrigenLande abgesondert, und durch gewissen Unterscheid umschlossengewesen, vermuthlich durch einen grossen und dicken Wald,welcher nach der natürlichen Situation, als eine schöne Hecke,ihn von allen Seiten umgeben. Wir dürfen uns aber da-von keine lclee eines bey uns gebräuchlichen Gartens von ei-nem kleinen Unfang, in seiner Mauer, Leimwand oder Zaun,machen; denn die Mosaische Beschreibung nicht undeutlichanzeiget, daß es eine ganße Gegend von einem ziemlichenStück Landes, ohngefehr 60. Meilwegs in der Länge undBreite gewesen. Die Griechische Bibel nennet ihn mit demWort , ?r>rri6iüi8, Paradies, welches herkommt

von dem Persischen Wort und einen vortrefflichen kö-niglichen Lust-Garten bedeutet, Cohel. 2,5. Neh. 2,8. Cant.4, ,z. Ezech. 23, iz. und also wird damit bezeichnet, daß die-ser ein Paradies oder Lust-Garten Gottes gewesen, c. 51,8.9.welchen Gott der Herr, als der erste Gärtner selbst gepflan-het, und zwar schon am dritten Tage der Schöpfung, da derganße Erdboden an so vielen Orten von dem Gewässer ent-blößet, und mit allerhand Gewächsen ausgezieret wurde, undGott der Herr diesen Ort vor allen andern auf der ganhenErden zu einer lieblichen und lustigen Wohnung des Men-schen zum voraus herrlich zugerichtet hatte, wie denn dasWort pflanßte, Gen. 2,8. zu übersetzen: er hatte ge,pflanyet.

r) Wegen der Situation und Lage dieses Gartens, ist

C z bis

s>) Siehe v. Lang. Mosaisch Licht und Recht, x. 37. h.