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1 (1830) A bis Bl
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erlebigt war, bewarb er ftd) um tiefe Ärone; aber ber Äurfürft öon ©achfett,gtiebrfd) 2lugufi I., trug ben fPreiS baöon, unb ber SJlarfgraf begab ftd) nach bemStieben »ott KpSwtf wiebet in fein Banb. 2ltS ber fpanifd)e ßrbfolgeftieg au«;brach, befehligte et bie faiferl. unb KeichSarmee unb eroberte 1702 , ungead)tetbeS tapfern SBiberftanbeS, Sanbau. 1703 bewies er fein Talent in ber Scfefti=gungSfunft bttrd) Anlegung bet berühmten Sinien, bie ftd) t>on bem ©ri)watjwalbeburd) Süljl bis ©tollfjofen an ben Kf)ein nuSbefjnten. Socf) war tf)m julefst basÄtiegSglücf weniger günflig, woran feine aus Ärdnflid)feit herrührenbe Sel)utfam=feit unb bie fd)led)te Sefchaffenfjeit ber KeichSarmee Utfadhe waren. (5t war einetber größten ©enerale feiner Seit, unb nie eigentlich beffegt worben. Ofacijbem et 26Selbjuge gemacht, 25 Selagerungen geleitet unb 13 ©chlad)ten geliefert hatte,ffarb er ju Kaflabt b. 4. San. 1707.

33 ä b er. Sie Kafur lub in Slüffen unb im SReere juetf! baju ein, unb fufjrtebenSRenfchen fruf) auf ben ©ebanfen, biefen ©enufi attd) in feine SBofnung jttoerpflanjen. @d)on bei^omer ftnben wir baS 33ab im >f?aufe als eine gewohnteSitte. 2flS UlpffeS ben ^alaft ber <5itce betritt, wirb iljm suttörberft baS 33ab ge=rufbet, nad) welchem et mit föfilichen ©ffenjen gefalbt unb mit einem fd)ötten @c=wanbe befleibet wirb. 2fuf gleiche SBeife warb jeber $tembling, ber unter ein gafl=lidjeS Sach einfehrte, juerfi in baS teinigenbe unb non ber ©rmübung ber Keifeerquidlenbe Sab geführt, welches baS erfle Gftfobetnijj ber Sewirtbung war. Sitben folgenben Seiten legte man tbeilS in ben ©ebauben eigne Sabejimmer, ttjeilSaud) öffentliche Sdbet an. Sie öffentlichen waten bei ben ©ried)en meiflentheiKmit ben ©pmnaften oerbunben, weit man fich ihrer nad) ben Übungen ju bebienenpflegte. Sie Komet ahmten in ihrer üppigen Seit aud) hierin ben ©riechen nad)unb erbauten prad)toolle Säber. golgenbe Sefdjreibung pafft auf bie gricd)ifd)enunb römifd)en Säbet jugleid). SaS ganje langlid) gefaltete ©ebaube hatte jwei2ll'theilungen, bie eine für Scanner, bie anbre für Stauen. S« jeber Sonnte manfalt unb warm haben. Sie warmen Säbet in beiben 2lbtfjcilungen fließen an ein*anber, ber -f) ei jung wegen. Sn ber SRitte beS ganjen ©cbdubeS befanb ftd) imÄetlergefchoß baS ^eijäimmer, burd) welches fowot baS SBaffer jurn Saben heipgemacht,. als auch bisweilen ber Sußboben ber aniiegenben helfen Sabfhtben erwärmtwürbe. Über bem ^eiäjimmer befanb ftch ein©emad), in welchem 3 fupferncÄeffclbergeftalt ftufenweife über einanber gemauert waren, baß ber untere unmittelbar überbem Seuer, ber jweite über biefem unb ber britte über bem jweiten ftanb. So hatteman ein fod)enbeS, laues unb faltes SBaffer. Surd) befonbere mit Jahnen oet=fehene Kohren warb baS SBaffer aus biefen Äeffeln in bie baneben beftnblicfjen 35ab=ftuben geführt, ber Abgang aber aus einem SBafferbehdlter fogleich erfe|t. Kebenbem Jpeijjimmet waren auf jeber ©eite brei einzelne Simmer für baS heiße, laueunb falte S5ab. Sie Sabeftuben hatten im Sußboben ein gemauertes Secfen, inwelchem ftdf> ©effel befanben, unb um welches herum eine ©alerie ging, wo ftd)bie Sabenben, ehe fte ins Sab fliegen, unb bie fte Scbienenben aufhielten. 2luffer=bem befanb ftch in ben Säbern aud) ein Simmer jum ©d)Wi|babe, welches burd)SBätmeröhren gef)eijt warb unb Laconicum hieß. SiefeS Simmer hnttc obeneine Sffnung, burd) welche baSßid)t fiel, unb oon weld)er herab ein ehernerSecfelhing, ben man aufjielfen unb nieberlaffen fonnte, um ttad) Sebürfniß bie .füge junerminbern ober wiebet ju »erftdrfen. Sum 3luSf leiben, jum 2lufbewal)ren berÄleiber unb jum ©alben nad) bem 33abe gab eS befonbre Simmer) ferner ftan=ben nod) ©pajiergdnge, bebeefte Saufbahnen, ©die ju Sallfpielen unb ©artenbamit in Serbinbttng. 2llle biefe Kebengebdube, nebft einer SRenge non Sabeffu=ben, enthielt ein öffentliches Sab, baS mit ben föftlid)ften SRöbeln unb allen jur2fnnehmlid)feit gehörigen ©egenftdnben auSgeftattet war, in feinem 2lufent abereinem weitläufigen fPalafte glid;. Ser immer l;of)crn ©enüffen naefffpähenbe