Saben (®efä)td)te)
©caf in SSreiögau oor. ßt ifl bet Söatec bcSjenigen ^erjogS 33eftf)otb, tuctc^oc bnSI ©d)loß geringen im SSretSgau erbaute, unb mit bem bie ununterbrochene0ieif)e ber Surften aus bem ^aufe B<5f)ringen beginnt. JDiefcr SSertbjotb, ber: oomÄaifer Heinrich III., auf ben ©terbefall beS bejahrten efjerjogS Otto oon ©d)toein=fitrt, bie 2fmoartfd)aft aufbaS £erjogthum @d)toaben befnm, nahm noch bei £eb=jeiten beffclben ben herjogl. Sitel an. 2(IS aber ber Äaifer not Otto ffarb, gab nachOttob SEobe bie Äaiferin 2fgneS, SSormunberin ihreä ©. Heinrich IV., Schwaben1 ihrem ßibam, bem ©rafen 9lubolf oon Dtfieinfetben, unb entfd)äbigte SSevtboIb
I 1060 mit bem $er$ogtl)um Ädrnthen unb ber SJtarS SSerona, tootauf er bie £anb=
I graffchaft über ben SSreiSgau behielt. 1073 nahm ihm jebod) ber launenhafte
^ Heinrich IV. Ädrnthen unb SSerona toiebet. 3«>at oerfofwte er fid), als bie ©ad)=
; fen ihn auf ber $arjburg eingefd)loffcn hatten, fcheinbar mit SSertfjolb unb oer=
banfte biefem feine 9fettuttg; als ihm aber bie SSeftegung ber ©achfen gelungentoar, fuchte er fid) S3ertf)olbS burd) SÖteuchelmorb ju entlebigen. ßmport burd)biefe Untreue, erfldrte fid) SSert^olb öffentlich gegen Heinrich unb gab, als manju gorchheim einen ©egenSaifet todl)!«» Stubolf oon ©chtoaben feine ©timme.Ooch «fjeinrid) befiegte feine gjeinbe unb lief 35ertl)olb nebft ben übrigen fd)todbi=fd)en ©rafen unb Herren nad) bem alemannifd)en ©efefc richten, toobutd) ft* ihreSSBürbe oetlorcn. SSertfjolb verheerte Oftfranfen, ffarb aber »or bem ßnbe biefeSÄriegeS 1078 unb oererbte ben^erjogStitel nebft feinen ©ütern im SSreiSgau, in betOttenau, im ©chtoarjtoalbc unb StfecSatgau auf feinen älteften ©ofn, S3ertf)olb II.,bejfen 9tachfommen baS cSperjogthum SSurgunb erhielten, aber nur jum SEhetl be=haupten Sonnten unb 1218, mit 58ertf>olb V., in ber männlichen Sinic auSffarben.Siefen beerbten 2 Sod)ter, oon bencn2fgneS, beS ©rafen oon Urad) ©emahlin,bie meiffen jdhtmgifcbcn ©fiter in Schwaben, nebft gietburg im SSreiSgau, unb2fnna, beS ©rafen oon Äpburg ©emahlin, bie fd)tocijerifd)en unb burgunbifchenFreigüter erhielt. OaS Übrige fiel bem 3teid)e ju. — SSettljolbS I. ^weiter ©of)n,Hermann I., befaj? fd)on bei feines SSaterS ficbgeiteit $od)berg im 33reiSgau, nooguand) SSaben gehörte, unb nal)m ben SBtarSgrafentitet an. ©pater gog er fid) in einÄlofter nad) ßlugnp gurfief unb ffarb hier noch oot feinem SSater 1074. ©ein ßrbetoar fein ©ohn er mann II., ber fid) guerft fütarf gr af oonSSaben nannteunb ber ©tgmmoater beS nod) jeljt blfihenbcn $aufeS SSaben toatb. ßr ffarb, nad)=bem er ben hof)enftaufifd)en Äaifern, ifonrab unb Stiebtid) I., toid)tige Oienfte ge=; leiffet hatte unb oon biefett jum ^tergog oon SSerona ernannt toovben toar, 1130.©ein ©. ^ermann III., ber jenen Sitel behielt, toar ein Siebling Äaifet grieb;rid)S I. unb ffarb auf bem iftett^itge in 2Cntiod)ien, 1190. ©eine ©ohne, $er=mann IV. unb >£einrid), tf)cilten bicSanbe unb ffifteten 2 Sintcn, Setter bie babifdje,Oiefer bie l)od)betgifd)e. Hermann IV. erhielt oomÄaifetgtiebrid)II. für bie burd)feine ©emahlin ererbte ^jdlftc ber ©tabt 33raunfd)toeig bie ©tabtOurlad), ein el)e=maliges ßigenthum ber tftetjoge oon Balingen, atsgreigut, unb ßtttingen alsSehen. SSon feinen beiben ©of)nen pflangte fRubolf ben babifdjen ©tamm fort; betaltere aber, Hermann V., erhielt burd) feine ©emahlin ©ertrub, ^efjogin oonÖjfretd), ein 9ied)t auf biefeS Spcrjogthum, Sam aud) in ben S3eft'h beffelben, toarbjebod) 2 Sah« barauf oergiftet, unb fein ©ohn gtiebrid) mit Äonrabin oon ©d)toa=ben 1268 ju Neapel entbauptet, baher baS >£jauS bie reidfje ßrbfehaft toteber oetlor.2)od) heirathete ßlifabetl), •ftermannSV. ©d)toeftettod)ter, ben ^>ergog 30bert,
1 Äaifer OfubolfS oon >f)absburg ©ohn, unb biefer erhielt, nadh ber SJfeinung betbamatigen Beit, mm erft ein oolleS 9ved)t auf Sffreid). — Hermanns V. SSruber,SJfarSgraf 8fubolf oon SSabcn, oereinigte bie >fiettfd)aft ßbetffein mit feinen 2an=ben unb fud)te auch mehre hoheuffauftfehe ©fiter todl)renb beS grofen Btuifd)en=retd)S anftd)sujiel)en; Äaifer 9rubolf I. aber nahm ftc il)m toieber ab. — Sbtti1 folgte ^»ermann VI., beffen ©ohne Stiebrich unb Oiubolf IV. abermals 2 Sinien