25accalauveu§ 591
baS 9feid), bis GpruS i(jm burcf) bie 3cr jforuttg ber efjauptfiabt 536 ein GnbeI machte unb SSabploniett mit $)crfien vereinigte. 65 teilte 9>etftenS ©d)icffale,
I tüö eS 640 nad) G()r. SKotjnmmeb’5 92ad)folger eroberten unb 33agbab am Sä*griS erbauten (755). ^)ier tvar berSifc ber .Rhatifen, bie^alafu, ein Satar=fürfl, 1258 verjagte. 1534 fiel S3agbab in bie ©etvalt ber türfifdjen ©ieger,benen eS ©hat) 21bbaS 1613 tvicber entriß; 1637 aber fam eS, ttebfi 83abp=lonien, aufs neue unter bie >£>errfd)aft ber Surfen, bie eS nod) beftfcen. ©. beSS3tfd)of D. SRünter „9teligioit bet S3abpiotiier" (Äopcnf). 1827, m. Äpfrn.).
( Übet bie 9tuinen SabplonS, tve(d)e in neuerer Seit bie 2fufmerffamfeit ber
, SKeifenben fefjr bcfd)dftigen, enthalt bie genaueren 92acf)rid)ten Glaube 3ame$Siich’S, 4)?efibcnten ber oftittbifchen Compagnie am^iofe be5^3afd)a ju SSagbab(IVO er 1820 an ber Cholera morbus ftarb), „Mcmoir on the ruins of Baby-lon" (mit Äpfrn., 3. 2fufT., gonbon 1818). 9rid), Kiebttl)r unb Kerntet nef)=men bie Sage beS alten S3abplon im turfifcfyen $Pafd)alif 85agbab, bei bem Srte$il( ober $fUa an, ber unter 32° 28' 9b. S3r. an ber Sftfeite beS Guphrat liegtunb 6 — 7000 Gimv. enthalt. 3n ber 9bal)e bemerft man unter einer SJfengeSchutt verfallene Gandle. 9Kan ftnbet Sbole, ©erdthe, 3ntaglioS u. f. iv.,auch ffeben nod) Knuten von großem ©ebduben. ©ne bavon galten Sella 83a(!eunb Kennet für ben S()urm beS SSeluS. Sie größte £6f)e ift 141 guß, unb bie(Seiten finb nad) ben 4 *£>immclSgegenben geridjtet. ©ne anbre ijf eine @d)loß=( ruine mit vielen ^»oßlen unb ©angen. Ginc brittc, ein ungeheures Sblongum anber SEBejlfeite beS Gupl)rat, tvitb von ben Arabern S3irS 9Ümrub genannt. Sicfe()at Kid) juerjl befd)rieben. Gr halt fie für beit St)urm beS SSeluS, beffeit ©pi£eeinfi als ©temtvarte bienen follte. Siefer SJfeinung iff aud) Äer Wörter. Um bieGntjiffcrung ber feilformigen Snfcfjrifteii hat fid) ©rotefenb verbient gemacht. Sie33auart ift burd)gdngig von 95acffteinen, fotvie fte .fjerobot befd)reibt. Kur vonber alten ©tabtmauer l)at man feine ©pur entbeeft. Übrigens tragen biefe 9fui=nen tvol ben Gharafter ber(Stoße, aber nicht ben bet ©d)6nf)eit. Sicnod)vor=hanbenen Sierrathen finb plump unb gefd)macfloS. 20.
SSaccalattteuS (in alten Urfunben SaccalatiuS) bcjeichnete im SKitteü. alter 1) einen Krieger niebern 9fangeS (bachelier) , ber unter einem 9Jitter oberSSannerherrn ftanb; 2) auf bie ©eiftlid)feit übergetragen, einen ÄanonicuS beSunterjfen KangeS; 3) einen Ganbibaten, ber 3 afabemifche GutfuS unb *Prü=1 fungen befianben h llttt ’ unb nun felbft Korlefungen ju holten berechtigt tvar,ohne jebod) ben felbjtdnbigcn Socenten beigejdhlt ju tverben, mithin bie ttie=brigjfe afabcmifd)e SBürbe. 92ad) ber crjten Prüfung t)ieß er Baccalaureussimplex, nad) ber j'veiten (biblifdjen) B. currens, nad) bet britteit (philofoptn-fd)eit unb bogmatifchen) B. formatus. Siefer auSgebilbete SSaccalaumtS fonntenun Sicentiat tverben, b. h. alle 9ied)tc eines gehrerS erlangen. 3» gtanfreid)bejtanb biefe Ginridjtung bis jur 9ievotution, in Gitglanb giltfte noch je|t, unbber verfafftmggmdßig ereilte SSaccalaureuS tvirb formed bachelor, ber burd)Siplom außerorbentlid) ereilte current bachelor genannt. — 3n granfeeid)muß Serjenige, iveldicr 25accalaureuS tverben tvill, vom 1. Set. 1822 an, tve-nigffenS 1 3<th c ben GurfuS ber sphüofophie in einem ber fottigl. Gollegien berGtjiehungSanffalten ober geiftlid)en ©djulen, in betten 93hüofoph^ gelehrt mirb,mitgemad)t hoben, getner fonnett jum Baccalaurcat des lettres jugelaffentverben biejenigen Ganbibaten, tveld)e im ^)aufcihve5 S3ater5, ihres SSruberS oberihres ShcimS erjogen unb untertviefen tvotben ft'nb. Sie Ganbibaten jur afabe«mifchen SBurbe eines SacealaureuS iverbett über 3((leS epaminirt, tvaS in benhohem Glaffett ber fonigl. Gollegien gelehrt tvirb, b. h- über griechische ober (ateUnifche Autoren, über 9il)etorif, @efd)id)te, ^hilofophie,’ €0?ntf>ematif in benfangSgrünben unb 9faturgefd)id)te.