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Aus dem alten Düsseldorf : vierzig malerische Ansichten nach Original-Gummidrucken
Entstehung
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dorf um diese Zeit ein prachtvolles, eigenartiges und einheitliches Stadtbild auf, wie alledeutschen Städte, deren malerische Ansicht uns die Merianschen Stiche noch heute ver-ewigen. Die späteren Zeiten brachten unter der Regierung von Johann Wilhelm und CarlTheodor der Stadt einen großen Aufschwung; die Wälle wurden im Süden schließlich bis zurNeußerstraße ausgedehnt und neue Stadtviertel daselbst gebaut. Die Citadell- und Neußer-straße besetzten sich mit schönen Patrizierhäusern, die zum Glück heute noch erhalten sind.Breite Treppen mit kühn geschweiftem Geländer, malerische Flure und Höfe, Türen mitreichem Schnitzwerk und zierlich geformte Stuckdecken findet leicht noch der Suchende.Allerdings haben diese Zeiten den niederdeutschen Charakter nicht ganz so gewahrt. Viele

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Backsteingiebel und Tore sind verputzt und mit Rokokozierat und gotischem Beiwerk ver-setzt. Auch das alte Rathaus erfuhr diese Veränderung und sein heutiges Aussehen verschuldetes einem 1740 vorgenommenen Umbau. Fremde zugezogene Baukünstler brachten fremdeFormen in die alte Bauweise hinein, im allgemeinen aber meist eine glückliche Verschmelzungmit dem typischen Stil hervorbringend. Bemerkenswerte Bauten dieser Epoche sind noch diealte Jesuitenkirche und das Präsidialgebäude an der Mühlenstraße. Grupello schuf im altenGießhause das an Schlütersche Kunst heranreichende Jan Wellm-Denkmal und gab demMarktplatz mit diesem schönen Standbilde ein herrliches Bild, wie es uns in Kupferstichennoch erhalten ist. Das neunzehnte Jahrhundert hat dem alten Stadtteile nichts mehr hinzu-gefügt, was zu seiner Verschönerung hätte dienen können. Im Gegenteil: der Marktplatzwurde durch den 1884 errichteten Rathausneubau um seine einheitliche Wirkung gebracht.Dieser fremdartige Bau steht heute wie eine verkörperte Warnung da, uns klar beweisend,