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Aus dem alten Düsseldorf : vierzig malerische Ansichten nach Original-Gummidrucken
Entstehung
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Darin also, daß das neue Düsseldorf keine Tradition mit seiner Stammburg gepflogenhat und sich in den Grundzügen dieses früher so eigenartigen Stadtbildes nicht weiter ent-wickelt hat, sehe ich meinen Hauptbeweis für den ausgesprochenen Satz, daß der Düssel-dorfer erst wieder sein altes Düsseldorf entdecken muß.

Das alte Düsseldorf war früher ein kleiner Fischerort mit vollständig niederländischemCharakter. Es gehörte bis 1189 ja auch den aus Holland stammenden Herren von Tewern.Wie reizvoll solch ein kleines holländisches Fischernest ist, zeigen uns so viele Bilder vonDüsseldorfer Malern. So müssen wir uns Düsseldorf zur damaligen Zeit vorstellen: Giebel-haus an Giebelhaus in rotem leuchtenden Backstein längs des Rheinufers. Kein Bild über-

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liefert uns dieses Düssel-Dorf, aber aus den kleinen Häuschen, die heute an der Rheinseiteum den Turm der Lambertuskirche stehen und aus den beiden allein noch unverputzt geblie-benen Backsteingiebeln an der Schulstraße können wir uns im Geiste das Bild rekonstruieren.Wenn diese Häuser auch einer späteren Zeit angehören, so haben sie doch die Form, die wirin den ältesten Städtchen am Niederrhein, z. B. Kaiserswerth, Orsoy, Rheinberg, Xanten usw.finden. Als dann das kleine Dorf an die Grafen von Berg um 100 Silber-Mark verkauftwurde, erhielt es Stadtrechte und vergrößerte sich zu einer Festung, umgeben mit Türmenund Wällen. Im Innern aber bildeten sich enge Straßen mit hohen Giebelhäusern und ein-zelne Plätze, so der Burgplatz mit dem Schloß und der Marktplatz mit dem Stadthause. AlleBauten trugen vollständig niederrheinischen Charakter. Das alte Rathaus, 157072 erbaut,war früher ein unverputzter Backsteinbau mit den beiden schön geschweiften Giebeln und inder Mitte mit dem Turm, dem eine niederländische Haube aufgesetzt war. So wies Düssei-