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Der Reckar, ein rascher Jüngling mit Weinlaub gekrönt, tritt auf, sei» Ruderist mir dem wnrtcmbergischen Wappen bezeichnet, worüber der Name „Reckar"
steht.
Ncrkar.
Er schläft? — Wie kann er schlafen, nein, er trimmt,
Er sinnt, er lauscht, er dichtet, ist berauscht,
In Freuden trunken über unsre Freiheit!
Nicht kann ich ruh'n. — Auf! laßt uns ihn erwecken!
Er muß es hören! — O, wie bin ich froh,
Ein neuer Geist ließ sich auf Deutschland nieder;
Sie lieben Alle sich, stehn zu einander
Im Kampfe um des Volkes Heil! — Rhein! Rhein!
M Hin.
Schweig, Ungeduldiger! lass' ihn noch schlummern,
Der Sieg wird schöner auf des Weinlaubs KranzIhm leuchtend spielen, sind die Freunde erstUm ihn versammelt. Sieh! wer taumelt froh heran?
Die bied're treue Lahn, die Hessin, naht uns!
Die Lahn, eine Jungfrau mit Kornblumen geschmückt, tritt auf! auf ihremRuder führt sie den hessischen Löwen und den Namen: „Lahn."
Lnhn.
O Freude, Jubel, deutscher Hoffnung Trost!
Seht mich, ihr Bruder! seht ich trage wiederDes Hessenfürsten Wappen auf dem Ruder!
Zurückgekehrt ist er zu seinem Volk,
Zerbrochen ist der fremden Herrschaft Fessel!
Sie waffnen sich, bald mehren sie das Heer,
Das unter günst'ger Adler SiegesflugDie herrliche Germania befreit!
O weckt den Vater Rhein, daß wir die LustIhm jauchzend in das treue Herz ergießen!
Rhein! Rhein!