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7 (1852) Comoedien
Entstehung
Seite
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nach Allem, was uns fehlt, nach Häuslichkeit und andern gutenEigenschaften durch schlechte Schilderung dieser Bedürfnisse zntrösten, so müssen wir selbst von dem Komischen im höchstenGrade durchdrungen sein, weil wir es von der Kunst nichtverlangen, wir müssen selbst der einzige Gegenstand des Komi-schen sein, weil es unser Gegenstand nicht mehr sein zu dürfenscheint. Das Komische wäre auf diese Weise nur noch imZuschauer zu finden, und diesen auf das Theater zu bringen,würde ihm selbst wohl nicht gefallen, da er seinen ernsthaftenPlatz unten bezahlt hat, damit er oben spielen sehe, und auchnach neuen Erfahrungen die Dinge, wie sie sein sollen, zu hochschätzt, um sich an einem Dinge, wie er selbst eines ist, nichtzu ärgern. Der fromme Mann also, welcher in der Bitte umdas tägliche Brod Gott auch um das Komische bittet, und fürBeides am Abend danken kann, ist nur jener Gesegnete, der sichden Zuschauer und das Schauspiel zusammen nimmt, um überBeide zn lachen. Ich wage es nicht, mich solcher Gaben zurühmen, und sähe es daher für das einzige Mittel an, demKomischen wieder auf die Bühne zu helfen, wenn man nach undnach das im Zuschauer gebundene Komische zu befreien, und derTugend von dem Theater wieder in die honetten Familien znhelfen suchte. Das Erstere wäre eine Aufgabe für Dichter, andem Letzten: arbeiteten die Moralthcologcn längst, doch vergebens;denn das Ganze muß, wie die Einrichtung eines verschobenenGelenkes durch einen geschickten Wundarzt auf einen Ruck vor sichgehen, weil, so lange die Tugend auf der Bühne sich aufhält,der Moraltheologe im Parterre sitzt, und also selbst komisch ist.Um so mehr wäre jene Auswechselung zu wünschen, da mandurch Erfahrung übereingekommen zu sein scheint, die Tugend beidem Schauspieler nicht suchen, und bei dem Bürger kaun: findenzu dürfen; aber so wohlfeil jener auch die Tugend hergebenwürde, so sehr wäre zu fürchten, der Zuschauer möge seineUntugend in einem für die geringe Gage des Schauspielers zuhohen Preise halten, besonders da er sich damit schmeichelt,