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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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deinen Aufenthalt erfahren; nun gib mir mein Fell wieder,ich will dir auch etwas Neues sagen, deine Braut ist deineSchwester, danke dem Himmel, daß ich sie mit der Geschichtevon der Ratte, von deiner Seite vertrieben, in solche Com-missionen hat dich der Teufel hineinreiten wollen, gehe in dich,ziehe dich zurück, thue Buße!" und somit riß er ihm dieBärenhaut unter dem Leibe hinweg und verschwand.

Unser Obrist krümmte sich wie ein Wurm vor Schrecken,und fing an in sich zu gehen, so weit als er hinein konnte;

dann stand er auf und entschloß sich, diese Nacht noch dasärgerliche Leben im väterlichen Hause zu verlassen und sich indie Einöde zurückzuziehen. Er setzte den Messalinus Cotta und

die Endoxia Rinbeckia zu Erben ein unter der Bedingung, daß

sie den gelehrten Thierkreis zu Tode füttern oder hungernsollten; dies Testament endigte er mit dem Bekcnntniß, daß

er für gewiß erfahren habe, wie er der Sohn des MessalinusCotta sei und sich jetzt wegen ärgerlichem Lebenswandel zurück-ziehe. Vor Tages Anbruch brach der gute Obrist von Bären-häuter auf, und zog sich unter beständigem tapferen Gefechte mitden heftigsten, ihn bestürmenden Leidenschaften tief in die unzu-gänglichste Waldeinsamkeit zurück. Kaum hatte er dort ein wenigverschnauft, als er erkannte, daß dieß die Gegend sei, wo ereinst den edlen Bären St. Galli erschossen und den bösen Bundgeschlossen; er faßte den Entschluß hier zu bleiben, und als erbereits anfing, sich eine Hütte zu bauen, siehe da, da kam derBär St. Galli mit seiner Haut daher marschirt, sie umarmtensich herzlich.Ich will hier ein Einsiedler werden," sprach derBärenhäuter,und ich will hier, wo du mich erschossen, begrabenwerden," sprach der Bär;sieh, wir wollen uns einanderhelfen, grabe mir ein Loch, so will ich dir Holz zu deiner HütteZusammentragen, Holz tragen kann ich ganz prächtig, das habeich einst St. Gallo auch gethan." Nun grub der gute Bären-