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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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409
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^ Wenn ich nnn das Studiren ein thätiges Leiden oder einEmpfangen aller Erkenntnis;, als einer unendlich zusammenhän-genden, ewigen, nenne, so könnte ich den in seiner Individualitätvollendeten Studenten (heißt hier nur Nichtphilister) Jenennennen, der auf allen Punkten seiner selbst gleich stark empfängtund gibt, und diesen denke ich mir als eine Kugel, nenne ihnden Gesunden, Natürlichen, den Gebildeten, will aber, ummeine Meinung dem Bilde zu nähern, ihn Jenen nennen, dessenBerührung mit der äußern Welt, dessen Haut (um es ledernherauszusagen) in gleichem Maaß einathmet und ausdünstet.Goethe scheint mir bis jetzt unter den Bekannten der zu sein,dessen ideelle Erscheinung ich am ersten eine solche nennenmöchte. Alle anderen haben mehr oder weniger ein übertriebenesEinathmen und fatales Ansdünsten, dahin gehören alle Nach-dichter, welchen ich hiermit ein- für allemal Erdmann Uhsen'swohl informirtcn Poeten, worinnen die poetischen Kunstgriffevom Kleinsten bis zum Größten duich Frag' und Antwortvorgestcllt, und alle Regeln mit angenehmen Exempeln erklärtwerden, Leipzig 1715, als eine unentbehrliche Philister-Aesthetik,und zwar das Kapitel von der Imitation: „Wie kann ich einemAndern seine Invention nachmachen lernen," empfehle.

Einige sind ziemlich gesund, bis auf örtliche Schweiße, wiezum Beispiel ein örtlich philosophischer krankhafter Schweiß anden Genitalien bei der Erzeugung der Luzinde vorgewaltet;so hat auch der herrliche Schiller häufig kalte philosophischeSchweiße, und seine Nachahmer dergleichen Rheumatismen; soleidet Kotzcbue an fliegenden Hitzblattern, die ihm stets auf einerchronischen (Dinsehaut des Edelmuthes kommen und schwinden,und wenn es in seinen Stücken manchmal nach Violen riecht,so kann man versichert sein, daß er Terpentin gefressen, der soauf die Ausleerung wirkt; heutzutage findet sich auch derZustand des schottischen Porcnpineman bei manchen Dichtern,