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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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ruhig und ungestört sich aufgehaltcn hatten, und die nunvon dem hinciufallenden Lichte beunruhigt, scheu wurden, sichzusammenrotteten und schaarenweise durch den Lichtleiter hervor-stürzten, zum großen Schrecken der Beschauenden, die dergleichenGeschmeiß in einem so edlen Organe beim Menschen nichtvermachet hatten.

Als das Ungeziefer alles verflogen war, und der böseSchwaden, der Gehirndunst, der beinahe das Licht am Lichtleiteransgelöscht, sich verzogen hatte, sahen wir alle Wände derHöhlen inwendig mit viel hundert und tausend kleinen mikros-kopischen Uhren behängen, Uhren von allen Gattungen undArten: Stutznhren, Schlaguhren, Nepetiruhren, Kunstuhren,Flötenuhren, Sonnenuhren, und die größte Kirchenuhr, die sichdarin befand, hatte kaum die Größe einer Käsemilbe, woranman recht die Subtilität des menschlichen Verstandes bewundernkonnte, daß dergleichen kleine Werkzeuge doch ihr vollkommenesEingeweide: Räder, Getriebe, Pflöcke, Spiralen hatten, undgerade die Zeit zeigten, die die Taschenuhren der Unterzeichnetenaußen angaben. Die Uhren schienen im Gedächtnißorgan aufge-hangcn, und das kleine Männchen, was man beim Menschenin der Pupille sieht, wenn man ihm in die Augen blickt, schiendie Aufsicht darüber zu haben, und spazierte stolz und geschäftigwie ein Bergmännchen in der Höhle herum, und Putzte undrückte immer fort an den Uhren, zog sie auf, und sorgte undwuselte immer fort. Und es war, wie die Unterzeichnetenversichern können, ein recht angenehmes Gepinkcr, was aus demSouterrain heranfschallte, aber kaum war das stille anmuthigeHeuschreckeugeschwirre vernehmlich vor dem übrigen Lärm undGcbrause, was unten herrschte. Das Psalterium unter demFornix spielte nämlich immer fort ungeheißen und unberührtallerlei menschliche Melodien auf, und hinten aus der viertenHöhle, in die der Gehörnerv endigt, kamen immer fort Töne