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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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den Grund zu sehen, zur Trepanirung, weil wir aber wiedereinen erneuten Zornausbruch des eben erst beschwichtigten beieiner solchen Operation befürchteten, berathschlagtcn wir uns,wie wir die beiden Angesichter vorher durch Manipulation inmagnetischen Schlaf und Somnambulism versetzen wollten. Wirschritten bald zum Werk und machten die nöthigen Operationen,und hatten die Satisfaction den Cholericus bald gähnen undeinschlafen zu sehen, der Andere aber wollte durchaus nichtdie Augen schließen, so sehr wir auch darauf drangen und ihmunsere innigen Wünsche zu verstehen gaben, endlich, da DoctorSphex recht kräftig zuarbeitete, entschlief er doch, und wirbereiteten uns nun ans Werk zu gehen. Indessen fingen aberdie beiden Entschlafenen im Parophsm zu phantasiren an, undes wäre nicht zu beschreiben, welch ein Strom von Unsinn undnärrischem, kauderbuntcm. Zeug aus der beiden Mund hervor-gegangen ist, wenn eine wohllvbliche S. G. nicht schon frühermit eignen Ohren selbst dem Paroxpsm zugehört hätte. DerCholericus hatte indessen hie geläufigste Zunge, und der Anderekonnte mit seinen Narrentheidungen vor ihm kaum zum Wortekommen.

Indessen hatten die Unterzeichneten Zeit gewonnen, statt desTrepans einen gütlichem Weg zu versuchen, bei vorgenommenerVisitation fanden sie nämlich glücklicher Weise, daß die Riech-nerven des Einen hohl seien und wie bei Schafen unmittelbarin die vordere Gehirnhöhle öffneten, sie applicirten geschwindeinen Bozzinischen Lichtleiter an die Nasenöfsnung des Nerven,und es gelang ihnen damit überraschend das ganze innereHöhlenwerk im Kopfe völlig hell und klar zu beleuchten, undein unaussprechlich süßes und erhabenes Gefühl ergriff sie beiAnschauung der Wunderdinge, die sich ihnen darboten. Daserste was ihnen aufstieß war eine Schaar Eulen und Fleder-mäuse, die schon so lange Zeit in der Dunkelheit der Hohle