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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
Seite
305
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Die Gesellschaft fuhr fröhlich nach dem Gute hinaus; derItaliener war vergnügt, sang scherzhafte Lieder und schnitt denBauernmädchen Gesichter ans dem Wagen; als sie aber denSchloßhof hineinfuhren, ward Wallpurgen's Sarg in denLeichenwagen geschoben, die schwarzen Männer bewegten sich,und stille, wie das Geschäft einer andern Welt, ging der Zugan ihnen vorüber.

Sie konnten Alle kein Wort sprechen, Joseph und Mariahatten sich angesehen, da der Wagen vorüber ging, und dannnicht wieder.

Nach dieser Pause sprang der Italiener aus der Kutschemit den Worten:Das war dumm." Dann folgten dieAnderen. Joseph erkundigte sich im Haus und brachte dieNachricht, daß die Gräfin mit Annonciaten, gleich nach demTod ihrer Tochter, auf ihr anderes Gut gereist sei. Sieentschlossen sich daher, sogleich zurückzukehrcn, nachdem sie einigeErfrischungen eingenommen hätten, für welche der Hausmeistersorgte.

Sie waren in den Garten gegangen, Wellner und denItaliener reizten einige Statuen, einen andern Weg einzu-schlagen, und die beiden Liebenden setzten sich in eine Laube.Anfangs sprachen sie nicht, es war, als seien sie ganz fremdgeworden und müßten sich ihre Liebe von neuem gestehen, sowar der Tod der armen Wallpnrgis zwischen ihnen durch-gefahren. Morgen war nun der Tag, an dem Joseph's Abreisefestgesetzt war, und wie traurig der Abend vorher. Er warhcrausgefahren, um Annonciaten noch Manches zu sagen, wasihm das Herz schwer machte, denn er hatte in der letzten ZeitVieles verstehen lernen. Er wollte die Beiden heute in derweihenden Abschiedsstunde sich und einander fester verbinden,damit sie sich in seiner Abwesenheit gegenseitig unterstützenkönnten, und nun mußte er sie in solcher Zerrüttung verlassen.

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