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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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deswegen das Fenster mit Geräusch, damit seine Kinder ihnhören und auch schlafen gehen möchten. Marie zog sich zurück,denn sie hatte einen stillen verstehenden Gehorsam, Annonciataaber blieb allein wach.

Einige Stunden nach Mitternacht hörte sie den VaterJosephen klingeln, und diesen auch zu ihm kommen. Da sieanS Kamin trat, welches ihre Stube mit der des Vatersverband, hörte sie, wie der Vater am Fenster gesessen, ihreUnterredung gehört habe, und daß ihm nicht ganz Wohl sei.Er erzählte Josephen von Marien, wie sie von ihm gesprochen,mit Freuden; auch von ihr hörte sie ihn sprechen, wie sie selt-same Dinge gesagt, die ihn sehr bekümmerten, und daß er siemit dem jungen Genueser, der hier sei, bekannt machen wolle;es schien ein reicher kluger Mann zu sein, und cS würde ihnglücklich machen, wenn sie ihn lieben könne.

Annonciata hörte das alles mit Ruhe an, freute sich desGlücks ihrer Schwester, und da sie glaubte, es wäre wohl rechthübsch, wenn Marie auch unten wäre, so näherte sie sich ihrund sagte, um sie zu wecken:Liebe Marie, stehe auf und gehehinab zum Vater, ich glaube es ist ihm nicht wohl, er hat jetztnoch Josephen rufen lassen, frage ihn, was ihm fehlt undpflege ihn, ich weiß, daß du cS ihm besser thun kannst, als ich,und daß es ihm viel Freude macht."

Marie dankte ihr, zog sich schnell an und ging hinab.Annonciata aber weinte.

Wcllner freute sich herzlich der Aufmerksamkeit Marien's,sie saß so freundlich auf seinem Bett und Joseph still an derErde; da konnte er sein Herz nicht mehr erhalten und legte ihreHände in dieser Nacht für die Zukunft versprechend zusammen,und gab ihnen Beiden zwei goldene Ringe, die sie vor ihmwechselten.