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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
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Zwei Ritter reiten geschmückt hinaus,

Kein Liebchen schauet zum Fenster heraus;

Die Beiden,

Sie reiten

Dem Frevel zum Schutz,

Der Liebe zum Trutz,

Und kommen wohl sicher beschimpfet nach Haus.Ade! o weh! wenn ich euch nur bald wiederseh.

Dann füllen sich schnelle die Fenster an,

Die Schauer man gar nicht zählen kann;

Dann reitenDie Beiden

Voll Schimpf und voll Schand,

Und wird im Land

Diese böse Mähr wohl kund gethan.

Ade! o weh! wenn ich euch nur bald wiedcrseh."

Auch der liebe Himmel schien den Beiden nicht wohlzugethan; denn kaum waren sie eine Viertelstunde weit vomSchlosse, so stürzte ein dichter Platzregen herab, und ihreleichte abenteuerliche Kleidung wurde durch und durch benetzt.Ihre Begleiter trennten sich gar verdrießlich von ihnen; sieaber mußten ihren ledernen Koller anlegen und die zierlichenLiebesköcher mit den Lanzen vertauschen; so trabten sie, so gutes sich thun ließ, durch Wind und Wetter fort gen Goren,nicht ohne innerliche Aergerniß und Beschämung.

Goren aber, wo des braven Ritters Margot Schloßgelegen war, war ein gar freundliches Land, und seineBewohner waren arbeitsam und fröhlichen Muthcs, und beson-ders wegen ihrer großen Lust allerhand muntere Lieder zusingen, bekannt, so daß auch ein einfältiges Rciselied vondorten spricht: