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„Zwei Ritter reiten geschmückt hinaus,
Kein Liebchen schauet zum Fenster heraus;
Die Beiden,
Sie reiten
Dem Frevel zum Schutz,
Der Liebe zum Trutz,
Und kommen wohl sicher beschimpfet nach Haus.Ade! o weh! wenn ich euch nur bald wiederseh.
Dann füllen sich schnelle die Fenster an,
Die Schauer man gar nicht zählen kann;
Dann reitenDie Beiden
Voll Schimpf und voll Schand,
Und wird im Land
Diese böse Mähr wohl kund gethan.
Ade! o weh! wenn ich euch nur bald wiedcrseh."
Auch der liebe Himmel schien den Beiden nicht wohlzugethan; denn kaum waren sie eine Viertelstunde weit vomSchlosse, so stürzte ein dichter Platzregen herab, und ihreleichte abenteuerliche Kleidung wurde durch und durch benetzt.Ihre Begleiter trennten sich gar verdrießlich von ihnen; sieaber mußten ihren ledernen Koller anlegen und die zierlichenLiebesköcher mit den Lanzen vertauschen; so trabten sie, so gutes sich thun ließ, durch Wind und Wetter fort gen Goren,nicht ohne innerliche Aergerniß und Beschämung. —
Goren aber, wo des braven Ritters Margot Schloßgelegen war, war ein gar freundliches Land, und seineBewohner waren arbeitsam und fröhlichen Muthcs, und beson-ders wegen ihrer großen Lust allerhand muntere Lieder zusingen, bekannt, so daß auch ein einfältiges Rciselied vondorten spricht: