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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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Deine Gnad' und Jesu BlutMacht ja allen Schaden gut;

Vater Hab mit mir GeduldUnd vergib mir meine Schuld,

Wie ich Allen auch verzeih,

Daß ich ganz in Liebe sei.

Alle, die mir sind verwandt,

Herr laß ruhn in deiner Hand,

Alle Menschen groß und kleinSollen dir befohlen sein.

Kranken Herzen sende Ruh',

Nasse Augen schließe zu,

Lass' den Mond am Himmel stehn,

Und die stille Welt bcsehn!"-Alle sagten dann gut' Nacht!

Haben lieb sich angclacht,

Zu einander nach der ReiheSprachen sie:Verzeih', verzeihe,

Morgen, läßt uns Gott erwachen,

Wollen wir es besser machen."

All in's Bettchen dann gestecktHat sie und hübsch zugedeckt.

Als sie dann in sich gekehrtSuchte, was ihr Gott bescheert,

Trat ihr Engel ihr entgegenUnd gab ihr den Kindersegen,

Und, was Alles sie geträumt,

War mit Himmelsgold gesäumt.

Nicht lang nach dem Abendlied,

Als die Gouvernante schied,

Alle Kinder einen tiefen

Traum-durchblümten Schlummer schliefen

Eines nur verließ das Pfühlchen,

Mit dem Buch und KinderstühlchenWollt's zum Mond in's Freie gehnUnd die stille Welt besehn.