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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
Seite
248
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mit gutmüthigem Muthwillcn aussprach, drehte sie den Ringimmer schneller, denn sie ward immer ungeduldiger, wieder einKind zu sein. Kronovus hängte sich an ihren Arm, er warordentlich bang, sie würde ganz klein werden und ihm endlichgar verschwinden; weil sich aber in seiner Seele Alles zugleichmit ihr veränderte, merkte er keinen Unterschied. Dasverschiedene Betragen aller Gäste war lustig anzusehen, einigensehr soliden StandeLPersonen aus Gelnhausen war gleich anfangsschon nicht recht wohl bei dem Handel zu Mnthe, sie waren froh,die Kinderschuhe ausgetreten zu haben, sie fürchteten, sie müßtenwieder in die Schule und besonders in die Kinderlehre gehen,und würden sehr beschämt werden, weil sie den Katechismusganz vergessen hatten. Einige Damen dachten auch, mankönne sich das Verjüngen bis auf einen gewissen Grad Wohlgefallen lassen, dann aber wollten sie sich unter irgend einemVorwände zurückziehen; so kam es dann, daß Vielen gleichanfangs übel ward, daß sie Nasenbluten bekamen, heftig zuhusten ansingen und sich aus dem Staube machten. Andere,welche tüchtig gegessen und getrunken hätten, begannen zu gähnenund schliefen ein, oder singen an zu tändeln und zu spielen undganz kindisch vertraut allerlei Neckereien mit ihren Nachbarn zutreiben. Es kam viele Natur, viele Art und Unart, aberauch gar viel verstecktes Liebes an den Leuten zu Tage. Danun Gackeleia mit ihrem Wunsche fertig war, zog sie den Ringab und legte ihn auf den Teller, um ihn für immer demKronovus zu überreichen, aber Alektrho, der neben ihr auf derSchulter Gockcl's saß, zuckte mit dem Schnabel hervor nach demRing und verschluckte ihn wieder, in demselben Augenblicke gingder Wunsch Gackeleia's plötzlich in seine ganze Erfüllung.Die grcßmächtige Schottländerin hatte noch gerade so viel Zeit,das große Tagebuch der Ahnfrau unter den Arm zu klemmenund ihr Kinderstühlchen zu erwischen, denn sonst hätte sie mit