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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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Frieden im Angesicht über die Blumen und Grasspitzen dahin.Eine der drei Klosterjuugfrauen, welche sie mehr als die beidenandern zu lieben schien, trug ihr demüthig die Schleppe.Alle Drei sangen:

Die reine Lilie prangt mit größerer Herrlichkeit,

Als jemals Salomo in seinem Königskleid,

Du trägst dies Brautgewand seit deiner Tauf' ans Erden,

Du konntest herrlicher niemals geschmücket werden!"

Worauf der Geist der Ahnfrau mit wehmüthiger Innigkeitwieder sang:

O Stern und Blume, Geist und Kleid,

Lieb', Leid und Zeit und Ewigkeit!"

Nun aber folgte der ganze Zug der Geister der dankbarenArmen, welche den Sarg geschmückt hatten, sie trugen dieschimmernden Fahnen von Röckchen, Hcmdchen, Schürzchen,Jäckchen, Mützcheu, die guten Werke des armen Kindes vonHcnnegau. Wer aber kam ganz, ganz zuletzt, so daß garnichts mehr hinter ihm kam? Niemand Anders, alsjene alte Frau mit einer blauen Schürze, welche bei allenProzessionen und Leichenzügen zuletzt kommen muß jenegesetzte, solide Person, die nicht im Himmel ist, nicht auf derErde ist, und die selber nicht weiß, wo sie ist und wer sie ist.Alle Nachforschungen der so ausgezeichneten geheimen Polizeivon Gelnhausen haben doch keine entschiedenere Auskunft übersie zu Stande gebracht, als: cs heiße, sie solle ein bucklichesFragezeichen hinter einer Leichenrede sein, man halte sie füreine Art Nachrede, sie gebe sich für ein gewisses Gewissen ausund dergleichen mehr. Man suchte ihrer auf alle Weisehabhaft zu werden, man stellte bei allen Blaufärbern Spioneauf, um sie zu ergreifen, wenn sie etwa ihre Schürze neu wollefärben lassen; aber sie ließ sie nicht färben. Endlich ward sievon der Verschönerungs-Commission, als geschmacklos und die