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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
Seite
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Erwin von Steinbach zugleich mit dem Straßburger Münstererfunden hatte, und wiederholte, da er die ganze Familie wiederin ihren altgräflichen Kleidern sah, sein Krähen mit stolzerFreude. Er hatte einen reichsfreiritterlichcn Unmittelbarkeitssinnund war nie gern in Gelnhausen gewesen, wo er nur zu Hausder Hahn im Korbe war, am Hof aber nie auf dem Mistekrähen durfte, weil dieses ein Regale, ein königliches Recht derHofhähne war. Er war hier nur Kammerhahn » I» Suite, hatteallerlei Kränkungen seiner Verhältnisse von den Hofhähnen zuerleiden, und durfte sie nicht einmal deswegen HerausforderinGleich Graf Gockel war er sehr mit dem König Eifrasiusunzufrieden, denn dieser hatte einmal die Eier seiner liebenGemahlin Gallina durch die Polizei wegnehmen und sich in diePfanne schlagen lassen. Seine häusliche Glückseligkeit wardadurch gestört. Er war heftig und ungeduldig, Gallina abergacksig, glucksig und piepsig geworden. Sie saßen immer aufdem Hühnerministerium und kamen nicht ins Freie; statt aufdem Miste, scharrte Alektrho in Papierspänen, und die leidendeGallina wälzte sich im Streusand oder brütete hoffnungslosauf den ausgeblasenen Eierschalen des Eierordens, welche dortaufbewahrt wurden.

Nun aber, da Alle zur Abreise gekleidet waren, triebAlektrho die Gallina an, von seiner Seite auf dem GockelschenHühnerstege hinab zu dem Hennegauschen Erbhühnerkorbe derFrau Hinkel zu schreiten, und sagte ihr dabei ganz freundlichins Ohr, was ihr tröstend zu Herzen ging:Heute Abend sind wirfrei und glücklich in Gockelsruh, dem Palast unserer Vorfahren,da gibt es Würmchen und Maikäfer und allerlei Sämerei dieMenge; da wollen wir ein neues Leben beginnen, da gehörenwir uns allein an, da wirst du eine Brut ausbrüten, die unserwürdig ist." Gallina trippelte mit einem lieblichen Lächelngacksend den Steg hinab und setzte sich oben auf den Hühnerkorb,