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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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liche Hühnerministerial - Zapfenbrett, legte alle die ihm aufge-drungenen Eierorden ab, den Orden der Schmeichelei undHeuchelei, und befestigte seinen eigenen, Raugräflich GockelHanauischcn Haus-Orden der Kinderei wieder in das Knopflochder Jacke seines Großvaters, die er morgen früh anziehen wollte;dann setzte er sich an seinen Schreibtisch, um alle die Rechnungenüber seine Verwaltung heute Nacht noch auszubrüten, und alser es so weit gebracht, daß Einnahme und Ausgabe sich wie einEi dem andern glichen, sank er ermüdet mit der Nase auf dasPapier und schnarchte, daß der Streusanv von zerstoßenen Eier-schalen umherflog, und mehrere Muster von Hühnerfedern, dievor ihm lagen, durch einander wehten. Aber der Schaden warnicht groß.

Kanin graute der Tag, als Alektryo, der edle Stammhahn,sich selbst ermunternd mit den Flügeln in die Seite schlug, denHals emporreckte und mit aufgerissenem Schnabel laut krähendwie mit einem Trompetenstoß Alle zur Abreise erweckte; dasStammhuhn Gallina begleitete sein Morgenlied mit einigenwchmüthigen Accorden. Gockel sprang auf und weckte Weibund Kind, die sich bald einstellten. Frau Hinkel war sehr traurig,auch sie mußte ihre Hühnerministerial-Contusche ans Zapfenbretthängen und die Kleider von Gockel's Großmutter anziehen;händeringend stand sic in diesem Putze vor dem Spiegel. Gockelhatte viel zu ermahnen und zu trösten; er hatte seine Raugräf-liche Gockelskappe aufgesetzt, auf der ein Hahnenkamm war, erhängte seine Perücke von Eierschalen an den Ministerialperücken-Hahn und fuhr in die großväterlichen Stiefel und Grafenhosen,welche ihm Gackeleia hinbrachte, die ziemlich lustig in ihremseltsamen Röckchcn war und das alte Erbhühnernest wie einenFallhut auf dem Kopfe trug.

Alektryo, der Stammhahu, saß neben dem Schreibtisch aufder Raugräflich Gockelschen Erbhühnertrage, welche der berühmte