Keuscher Tod, du drückst sie nieder,Solche Raserei zu sehen,
In dem Klang der gift'gen LiederSoll er sie nicht wieder sehen.
„Ihn, den meine Seele liebet,"
Singt sie, „sucht' ich in dem Bette,Sucht' ihn durch die Straßen ziehend,Fand ihn doch an keiner Stätte!
„Und ich fragt die Wächter bittend,
Die da durch die Straßen gehen:
Ihn, den meine Seele liebet,
Habet ihr ihn nicht gesehen?
„Und vorüber gehend findeIch den Liebsten meiner Seele,
Ihn mit Rosenkctten binde,
Ihn auf ewig mir vermähle!
„Und ich halt' ihn, lass' ihn nimmer,Den ich fand auf meiner Schwelle,
Führ' ich in der Mutter Zimmer,
Führe ich in meine Zelle!
„Sich, ich bin ein Rauch von Myrrhen,Lind mich aus der Wüste hebend,
Und wie Bienenschwärme irren,
Küsse, meinem Mund entschweben.