Soll ich fliehen, soll ich bleiben?
O, unnennbar liebes Gut!
Wolle mich zum Ziele treiben,
Wo die ganze Hoffnung ruht.
Alles, was im Sturm zu schiffenEinst mein banger Arm umfaßt,Treibt um mich, der selbst ergriffen,Schwebt ohn' Steuer und ohn' Mast.
Eines ist mir nur geblieben,
Eines, das ich nie verlor,
Ein nnstcrblick treues LiebenReißt mich iiber'm Meer empor.
Heil dir! die des Sturmes ZügelWie mit Kinderhänden lenkt,
Und die reinen HimmelsflügelSelig durch die Nacht hinschwenkt.
Immergrüne Dornenkrone,
Die die Rosen seelwärts flicht,
Daß der Leib anfschreit: O schone!Und der Geist in Wonne bricht.
Ja, ich trag' dich dicht am Herzen,Du zerreißest mir die Brust,
Doch die Ncsselgluth der SchmerzenDeckt mir eine hcil'ge Lust.