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1 (1852) Geistliche Lieder
Entstehung
Seite
213
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Von ihrem Mund zum letzten Mal erklungenIst nun Marina's Ehr' und ihre Schmach;

Ihr Mann in tiefer Ren' hat mitgesnngen,Wehklagend hallten rings die Felsen nach.

Da ließ der Abt sein Hirtenhorn ertönen,

Die Mönche nah'n und küssen seinen Stab,

Umgeben von der Wüste frommen SöhnenSenkt sich Marina's Schülerin in's Grab.

Anfblickend nochmals reichet sie die HändeDem Mann, dem Sohn, den Mönchen knie'nd am RandVergebt," fleht sie,und zeugt, daß bis zum EndeVor aller Welt ich meine Schuld bekannt."

Mein Sohn! wie deine Mutter fortan ehreDen Vater, daß du lebst auf Erden lang.

Wie mich, so ihn Marina's Buße lehre,

Das laß ich dir und ihm den Bußgesang.

Mein Gatte! o verwalte treu dies Erbe,

Marina's Unschuld, unsrer Schuld Gesang,

Auf unfern Gräbern nie das Büßlied sterbe,

Zn unfern Gräbern sei der Büßer Gang.

Und wer hier tief verwundet betend rastet,

Ergieße seiner stummen Wnnden Schmerz,

Er sing' und klage hier, was ihn belastet,

Sein Mund bekenne laut sein krankes Herz.