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1 (1852) Geistliche Lieder
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Er flieht des Liedes Kreis zu weiterm Kreise,

Doch so au ihn gebannt ist der Gesang,

Daß in der stummen Wüste diese WeiseAns seinem eignen Munde endlich klang.

Verschmachtend trieb cs ihn von Wüst' zu Wüste,Wie den gehetzten Hirsch des Jägers Hund,

Bis schmerzlicher als je das Lied ihn grüßteMit hciserm Klang aus seines Weibes Mund.

So heiser klang cs, wie die Wüstengnelle;

Vom Durst gepeinigt dringt er durch den Strauch,Da steht ein Jüngling an des Grabes Schwelle,Da tränkt sein Sohn ihn aus Marina's Schlauch.

Und weil mit Labung Gnade er getrunken,

Hat weinend er an's Herz gelegt die Hand,

Ist betend vor dem Kreuz er hingcsunken,

Am offnen Grab, worin Conscientia stand.

Der Jüngling eilte weiter in die Wüste,

Und führt den Abt, der dort schon manches Jahr,Wie er Marina es gelobet, büßte,

Hin an das Kreuz zu seiner Eltern Paar.

Die Beiden nun bekennen ihre Sünden,

Er spricht sie los, reicht ihnen Jesu Leib,

Um ihren Bund nun sühnend zu verbinden,

Und segnet dann des Grabes Bett dem Weib.