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„Den Schultern huldiget, die, unsre SchuldenZu büßen, trugen schwere KrenzcSlast;
Kommt, huldiget der Unschuld, die voll HuldenEin heilig Kind bei Sündern kommt zu Gest.
„Es nimmt fürlicb; o huldiget dem Kinde,
Bringt bittre Mhrrhcnbüschleiu eurer Schuld,
Bringt eures bösen Herzens harte Rinde,
Bringt einen blüh'nden Dornkranz der Geduld!
„O kommt mit mir und betet an ihr Sünder!
Für uns ja kam dies Kind, für uns allein,
Erbarmet euch gleich ihm der armen Kinder,
Erbarmet euch doch seiner Brüdcrlein!"
Mit diesem Lied kam Friede auf die BrüderUnd auf den Abt, die guten Willens sind;
Sie knieten um die heil'ge^ Leiche nieder,
Da ward ihr grimmer Schmerz ganz süß und lind.
Und flehend spricht der Abt: „Zn deinen FüßenGelobe ich, du hcil'ges Wüstcnkind,
Dein schuldlos Büßen doppelt selbst zu büßenIn Wüsten-Glnth und Durst und Sturm und Wind.
„Doch jetzt beschwör' ich dich, an jenem Tage,
Des Zornes Tage, vor dem Angesicht
Des GotteS, der dich liebt, mich nicht verklage,
Tenn, was ich dir gcthan, ich wnßt' es nicht.