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1 (1852) Geistliche Lieder
Entstehung
Seite
206
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Weh!" schreit der Abt,mein Ruhm ist all verlorenDeckt Hügel mich, und über mich euch beugtIhr Berge! Weh dem Leib, der mich geboren!

Ten Brüsten weh! die mich als Kind gesäugt.

Könnt' solch Gericht am grünen Holz geschehen,

Ließ Gott es zu durch mich grausamen Manu,

Wie wird es mir, dem dürren Stamm, ergehen,

Den mit dem Feigenbaum trifft gleicher Bann."

Da wirft er sich laut jammernd an die Erde,

Schlägt an die Steine hin sein greises Haupt,lind klaget mit des tiefsten Leids Gebende:

Marina, weh! uns hat dein Kranz entlaubt."

Und mit den Fäusten sich die Brust zerschlagend,

Kniet rings um ihn der Brüder Traucrchor,

Und nie noch drang ob schwerer Schuld wehklagend,Ein Miserere reuiger empor.

Der Knabe auch, der stets der Mönche LiederUnd Stellung nachahmt, bracht' sein Krippelcin,

Und kniet mit ihm sich zwischen ihnen nieder,

Und saug der Einfalt Lied vom Kindclcin.

Kommt, lasset uns das Heil der Welt begrüßen,Geboren ist uns ja ein Kindclcin,

Mein armes Herz ruht dienend ihm zu Füßen,

Denn alle Macht ruht auf den Schultern sein.