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1 (1852) Geistliche Lieder
Entstehung
Seite
196
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Weil kühn und frei die Tochter dort im Hause,

Hab' Acht! mein Sohn, bleib treu des Vaters Zucht,Verbotnc Frucht, uinblüht von duft'gem Strauße,Versuchet leicht, wird leichter noch versucht."

Marina fährt, kehrt mit den Säcken wieder,lind wiederholt die Fahrt vielfach zum Port,

Gern sitzt sie bei dcS Wirthes Tochter nieder,

Die höret gern des feinen Mönches Wort.

Marina liebte mehr, zu ihr zu reden,

Als zu den Männern, und mit Engels HuldLehrt sie das kühne Mägdlein singen, beten,

Herr! wie den Schuldnern wir, vergib uns Schuld!"

Doch eh' sie Lat:Nicht in Versuchung führeO Herr uns," führt ein Kriegesmann zum TanzDie Schülerin, und vor des Wirthes ThüreHängt bald ein Strohkranz bei des Weines Kranz.

Die Dirnen streuten Häckerling, eS wüthetDer Vater:Mache mir den Mann bekannt!"

Die Tochter lügt:Wie schlecht war ich gehütet!

Mich hat der Mönch Marinns übcrmannt."

Dann folgt die Elende mit ihrer BürdeDem Vater zu dem Abte hin und schwor,

Daß sie den Kranz, das Kloster seine WürdeDurch des Marinns Büberei verlor.