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1 (1852) Geistliche Lieder
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Meisterin.

Dcmüthignng, die aller Tugend Grund,

Dcmuth vor Gott und Menschen hingegeben,

Macht ans dem eignen Feld dir einen Bund

Von Stroh, so schwer, daß du ihn kaum kannst heben.

Regt Hoffart sich, leg' ihr die Fragen vor:

Wie viele Tag' in Sünd' Hab' ich vergeudet?

Wie edle Zeit im Eitcln ich verlor?

Wie Viel' durch Ärgernis: Hab' ich verleitet?

Hält' Gott mit seiner Gnad' mich nicht gestützt,Gelegenheit der Sünde nicht genommen,

Nicht sorgsamer als Andre mich geschützt,

Wie war' ich dann der Todesschnld entkommen.

Wie leb' ich jetzt, erfüll' ich das Gebot,

Das Gott ans Stein und in mein Herz geschrieben?Forsch' ich auch redlich, was dem Christen noth,

Und üb' ich's treu im Glauben, Hoffen, Lieben?

Herr nähmest deine Gnade du von mir,

Ließ'st meinen Sinnen frei mich hingcgebcn,

O, welche Schuldenlast crwüchs mir hier,

Und welche Strafe in dem cw'gen Leben!

Prüft dich mein Kind die liebe Demnth so,

Wirst du auf deinem Acker bald erkennen:

Wie wenig Waizen und wie vieles Stroh:

Lcg's in die Wiege, eh' man's wird verbrennen!