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1 (1852) Geistliche Lieder
Entstehung
Seite
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So war ich einst begeistert dort entschlafen,

Schon stiegen die Gestirne aus dem Blair,

Die gütig mich mit ihrem Segen trafen;

Es spiegelte der Traum sich in dem Than,

Der meine Stirne kühlend schon benetzte;

Er führte mich auf eine stille An,

Wo eine Kindcrschaar sich laut ergötzte.

Fremd schienen sie; ich stand an einem Baum,Zu dem ich scheu mich endlich nicdersetzte.

O seliger, o himmelvollcr Traum!

Ich sah hinauf. Aus deinem Himmel, Linde,Hing nieder eines weißen Kleides Saum,

Und nieder stieg ein Kind aus dem GewindeDer Zweige, die cs neidisch mir versteckt,

Ein Ebenbild von jenem Firmungskindc.Sehnsüchtig hatte ich die Arme auSgcstreckt,

Da kamen sie dich boshaft mir zu rauben,

Die Unverständ'gcu haben mich geweckt.

Nie blüht ihr wieder mir, ihr Jugendlanben,

Im Fackelschimmer nie betrogner Lust!

Die Liebe starb, die Hoffnung und der Glauben.WaS füllet jetzt die narbenvolle Brust?

Verbrannt das Herz, wie knirscht die todte Kohle!Das habt ihr stillen Thränen Wohl gewußt.

Zur Stube mußt' ich, harte Worte holen,

Zur Strafe büßt' ich ein mein Abendbrod,

Als hätte ich, was Gott mir gab, gestohlenDes sel'geu Traumes tiefes Abeudroth.

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