Da war mein Herz im innersten ergrimmet.
Ich fühlte recht, was mir zum Dasein Noth,
Ein Himmelblau, in dem die Hoffnung schwimmet.Ein Schmerz in meiner freien starken Hand,
Die ihn nach ihren Melodien stimmet.
Und alles dies, was da zuerst ich fand,
Ward mit Moralicn und trocknen BlickenZertrümmert mir, was niemals ich verstand.Entschuldigend erzählt' ich mein Entzücken:
Da lachte man den armen Träumer ans,
Den Scherbenkönig, drehte mir den Rücken;
Und als ich weinte, bracht' man mich hinausZnm dunkeln Gartensaal, voll Malereien,
Der immer mich erfüllet hat mit Graus.
Es schienen da in traurig langen ReihenDie Bilder von den Schatten überbcbt,
Die mondumspiclte Ncbenlanben streuen.
Den Richter sah ich, der das Schwcrdt erhebtVor Salomon das Kindlein zu zerspalten,
Es schwankt das Laub, er zuckt, er scheint belebt.Ich schauderte, und konnte mich nicht haltenUnd kniete nieder vor Marien'S Bild,
Die Hände Hab' ich innig da gefallenUnd flehte kindisch zu der Mutter mild:
O Mutter Gottes, hilf dem armen Kinde!
Da deckte sic mich mit allgüt'gcm Schild,
Mein Schmerz zerfloß im Beten hin gelinde,
Es senkte nieder sich der ernste Traum —
Ich schlummert' ein im Schatten jener Linde.