XII
geschrieben ist, nicht ausgenommen wurde, so wenig als dieunter dem Namen: „Maria" (Leipzig 1801) erschienenenSatyren und poetischen Spiele, welche Wohl zur Zeit, alssie erschienen, Interesse erregt haben mögen, jetzt aber kaumnoch Theilnahme finden würden.
Gewiß wird die jetzige Zeit die Schönheit und denReichthum der Gründung Prags, den geistreichen Witz inPonce de Leon und den Philistern, den ergötzlichen Humorin den Wehmüllern besser zu würdigen wissen, als die, inwelcher sie zuerst erschienen.
Wie in den lustigen Musikanten, beim Ausdrucke vonLust und Schmerz, Klang und Empfindung sich wundersamverschmelzen, wie tief gemüthlich und herzlich sein fahrenderSchüler sei, wie einfach rührend die Geschichte vom schönenAnnerl, wie rein kindlich seine Gackeleia, wie sinnig undfromm bas Tagebuch der Ahnfran, ist vielfach erkanntund ausgesprochen worden. Aber tiefer und rührender als
irgendwo anders, ist Clemens ohne Zweifel in seinen
christlichen Liedern, von denen ich nur das wunderbarergreifende, welches „Meister, ohne dein Erbarmen" beginnt,anführen will.
Viele derselben würden wir jedoch ohne Zweifel nock-vollendeter den Lesern übergeben können, wenn sie von demDichter selbst zum Drucke wären vorbereitet worden. Da
dies nicht der Fall, geben wir sie, wie wir sie gefunden, und