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Bilde noch einen ernsten Scheideblick gönnte, und mich dannmnthig den Wellen übergebend es an meiner Brust scheiternließ. Nach dieser Zeit empfand ich stets in mir einebestimmte Neigung zu gewissen Bildern und Zusammen-stellungen, zu einer gewissen Färbung, und ich sehnte mich,ein Gedicht zu lesen, ein Gemälde zu sehen, eine Blume zuriechen, deren Eindruck mir die Wunden hätte schließen, denSchmerz der Narben hätte stillen können. Die bitterstenArzneien, z. B. Quasia, schmeckte ich mit einer ganz eignenLust; die menschliche Schönheit, die mich so angelacht undvor mir in Staub zerfallend mein Herz so tief betrübthatte, erschien mir wie ein freudig lachendes Gift, und michzu trösten, ergötzte ich mich Stundenlang, ein reinfarbigesStück Grünspan anzusehcn; die wunderbaren Blüthen derBelladonna und anderer Giftpflanzen machten mir eigneLust, zugleich aber auch die Granatblüthe und die Lilie."
Man fühlte Clemens gegenüber seine durch und durchpoetische Natur und die Macht der Poesie, deren über-strömcnde Fülle sich in seinen frühesten Dichtungen schonausspricht. Wie ergreifend sang der zwanzigjährige Dichterin den Liedern im Godwi (Bremen 1801). Wir reihen siedeßhalb auch großentheils dieser Sammlung ein, obgleichder Roman selbst, da er bei vieler Genialität verworrenund formlos, nicht mehr zeitgemäß und in einer der späternRichtung^ des Dichters ganz entgegengesetzten Gesinnung