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einer dunkeln grausamen Phantasie sich in mir wiederspie-gelnd, über mich ergangen. Es ist vorüber. Verloren durchMuthwillen habe ich Nichts; der Tod hat mir genommen,was das Leben mir gegeben, und ich erkenne ruhig die HandGottes. Das Talent Dichterwerke zu lieben und zu verstehen,und was ich selbst liebe und verstehe zu dichten, würde ichgewiß lauter vor der Welt ausgesprochen haben, wenn nichtAlles, was ich dichten mochte, zu sehr die heiligere Geschichtemeines Innern gewesen wäre, als daß ich es ohne Frechheitin das laute, untheilnehmende Tagewerk der Welt hätteeinstigen dürfen. Bei dieser Art von Zurückhaltung verlangteich bald nach dem, was ich doch selbst besaß, und da esmir von Außen nicht gegeben wurde, so verzehrte ich endlichmeinen eignen Ueberfluß, so daß ich bald meine zurückgchalteneFreigebigkeit in Durst verwandelt sah. Mein Paradies waruntergegangen, nur sein Firmament stand noch über mir;meine Berge waren nicht mehr, aber der Schimmer ihrerAbendsonne schwamm noch in der Luft. Mein Selbstgefühlglich der abgelöseten Farbendecke eines im Wasser versunkenenPastelgemäldes, welche noch kurze Zeit oben schwimmt. —>Ich hätte es vielleicht behutsam wieder ausfasscn können, aberich sah lieber so lange lächelnd hinein, bis heftig stürzendeThränen es verwirrten, und der widerliche Gedanke, daßdurch das Auffassen solcher schwimmenden Farben marmo-rirtes Papier gemacht wird, inachte, daß ich dem geliebten