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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
505
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Gut' Nacht, gut' Nacht, daß Gott erbarm,Wie bin ich reich, wie bin ich armAn Lust und Leid und Freud und Harm,Wie ein vertriebner Bienenschwarm.

Wo war ich armer Mensch zu Haus,Wär's nicht an diesem Blumenstrauß!

Gut' Nacht, gut' Nacht! o gute Nacht!Ein Engel hat mein Bett gemacht,

Sie hat mich heute angelacht,

Ach Gott! das hält' ich nicht gedacht.Schlaf, armer Mensch, recht wohlgemuth,Des Herren Magd ist dir recht gut!

Gut' Nacht, gut' Nacht! war ich die Luft,Berauscht war ich in Rosenduft,

Und strömt in ihres Herzens Gruft,

Daß sie im Schlaf, o Frühling! ruft.

Wie hält ich armer Mensch genug,

Rief sie:O freier Athemzng!"

Gut' Nacht, gut' Nacht! war ich ein Gott,Ich litt um sie gern Hohn und Spott,

Und macht um sie die Sünderrott'

Mit tausend Liebessegeln flott.

Wie reich ich armer Mensch kann sein,

Der Gott, das Segel sind ja mein!