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2 (1852) Weltliche Gedichte
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Und sprech ich nicht, so lallt das Stumme doch,

Verlang ich nicht, so lehr ich doch verlangen,

Der fesselt auch zum Pflug, der so das JochAufstellt, daß sich das Roß darin muß fangen.

Ein Vogelsteller, der die Netze stellt,

Muß auch behalten, was nicht weg will fliegen,

Er hat zum Fang verlangt, was ihm gefällt,

Doch bleibt im Netz der kranke Löwe liegen.

Hat mich ein Gott um meine Schuld geliebt,

Daß Er für mich sich ließ als Opfer schlachten,

Was Wunder? daß ein Mensch sein Herz mir gibtVon meiner Huld berauschet zu verschmachten.

Wer Jenem thut, was er den Brüdern thut,

Ruft:Steig'vom Kreuz, dran ich Dich nicht geschlagen!"Spricht er zu eines kranken Herzens Gluth,

Ich Hab' dies nicht verlangt, ich muß es tragen!

Äed' Opfer muß ich ehren, daß sich bringtIn Liebe sterbend. Nie will ich mich schämen,

Ein brechend Herz, das auch am Kreuze ringt,

Was Gott vom Menschen nimmt, auch anzunehmen.

Mich kreuzigte die Liebe, die ich fand,

Du kreuzigest die Liebe, die dich suchet,

Sprich:Wer von uns dem Kreuze näher stand,

Ich Hab den Kelch geleert, du ihn verfluchet!"