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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
262
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Mir brennet in dem kranken Herzen,

In einem Flammen - Blumenstrauß,

Von unermefsner Art der SchmerzenDie tiefgebeugte Seele aus.

Und du, durch die der Strauß erblühet,Streckst wohl zu ihm die feine Hand,Scheust nicht die Gluth, ans dir erglühet.Scheust nicht dies Herz, von dir entbrannt.

Und wenn die Feuerblumen blitzenVon meiner Thränen heißem Thau,

Zählst du mit kühlen FingerspitzenDie Blümchen auf des Traumes Au.

Ich Hab den Schmerzenstrauß gedichtet,

Der flammend mir im Herzen rast,

Und Hab in Flammen es vernichtet,

Daß nicht die Gluth dein Herz verglast.

Ich habe viel zu dir gesprochen,

Auch letzte Worte bis zum Tod,

Und Hab mein Herz vor dir gebrochen,

Wie ich dir brechen darf dein Brod.

Ich leb nicht mehr, lieg nnbegraben,

Mein Schatten fleht in heißer Buß:

Süß Lieb soll mich mit Thränen labenAn dunkellaubiger Linde Fuß.