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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
178
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Als mir dein Lied erklang!

Dein Lied erklang, ich habe es gehörtWie durch die Rosen es zum Monde zog,

Den Schmetterling, der bunt im Fühling flogHast du zur frommen Biene dir bekehrt;

Zur Rose ist mein DrangSeit mir dein Lied erklang!

Dein Lied erklang, die Nachtigallen klagen,

Ach, meiner Ruhe süßes SchwanenliedDem Mond, der lauschend von dem Himmel sieht,Den Sternen und den Rosen muß ich's klagen.Wohin sie sich nun schwang,

Der dieses Lied erklang!

Dein Lied erklang, es war kein Ton vergebens,Der ganze Frühling, der von Liebe haucht,

Hat als du sangest nieder sich getauchtIm sehnsuchtsvollen Strome meines Lebens,

Im Sonnenuntergang,

Als mir dein Lied erklang!