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2 (1852) Weltliche Gedichte
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Ich Hab vor deiner ThüreDie hellgestirnte Nacht,

Daß dich mein Lieben rühre,

Oft liebeskrank durchwacht.

O lieb Mädel, wie schlecht bist du!

Ich ging nicht zu dem Feste,

Trank nicht den edlen Wein,

Ertrug den Spott der Gäste/

Um nur bei dir, bei dir zu sein!

O lieb Mädel, wie schlecht bist du!

Bin zitternd zu dir gekommen,

Als wärst du ein Iungfräulein,

Hab dich in Arm genommen,

Als wärst du mein allein, allein!

O lieb Mädel, wie schlecht bist du!

Wie schlecht du sonst gewesenVergaß ich liebend in mir,

Und all dein elendes WesenVergab ich herzlich dir, ach dir!

O lieb Mädel, wie schlecht bist du!

Als du mir einst gegebenZur Nacht den kühlen Trank,

Vergiftetest du mein Leben,

Da war meine Seele so krank, so krank!O lieb Mädel, wie schlecht bist du!