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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
127
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Nlie sich auch die Zeit will wenden.

Wie sich auch die Zeit will wenden, endenWill sich nimmer doch die Ferne,

Freude mag der Mai mir spenden, sendenMöcht dir Alles gerne, weil ich Freude nur erlerne.

Wenn du mit gefalt'nen HändenFreudig hebst der Augen Sterne.

Alle Blumen mich nicht grüßen, süßen ^

Gruß nehm ich von deinem Munde.

Was nicht blühet dir zu Füßen, büßen

Muß es bald zur Stunde, eher ich auch nicht gesunde,

Bis du mir mit frohen KüssenBringest meines Frühlings Kunde.

Wenn die Abendlüfte wehen, sehen

Mich die lieben Vöglein kleine

Traurig an der Linde stehen, spähen

Wen ich wohl so ernstlich meine, daß ich Helle Thränen weine.

Wollen auch nicht schlafen gehen,

Denn sonst wär ich ganz alleine.