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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Von den V)underwercken.

2, i2. Luc. 5,26. Joh.9,z2. c. 10,21. obwohl dieselbe sonst we-der dem Recht der Natur n), noch der göttlichen Offenbah-rung in Heil. Schrift zuwider ist, sondern vielmehr alle Wahr-heit in dem Recht der Natur und in der Heil. Schrift erhöhetund bekräftiget.

§. z. Bey dem Umstände der Personen, so die Wunderthun, muß deren Leben und Wandel vornehmlich beurtheiletwerden, ob derjenige, so Wunder thut, ein Mensch sey, vondessen ungeheuchelten Frömmigkeit und Gottesfurcht man sonstüberführet ist, und daß er sich nicht mit Betriegerey und Arg-listigkeit behelffe; in welchem Fall man gar recht und sicherschlieffen kan, daß ein solcher die wunderbaren Wercke, so erthut, durch Gottes Finger verrichte o). Also war freylichein grosser Unterscheid zwischen denen Wunderwercken Mosisund der Egyprischen Zäuberer; denn obwohl diese sichs sauergnug werden liessen, für ihre Götzen und Abgötterey zu stehenund Most zu widerstehen, so geschahe es doch nimmermehr mitsolcher Ähnlichkeit, Heiligkeit und göttlichen Eyfer, wie Mo-ses stund für die Ehre seines Gottes, daher Pharao und dieEgyptier augenscheinlich wahrnehmen können, welche Wun-derwercke in diesem Fall Göttlich, oder welche mit Zuziehungund Beyhülfe des Teufels geschehen x). Eben so verriethder Zäuberer Simon gnugsam seinen Hochmuth und Ehrgeitz,Act. 8,10. conf. ex. Iud. v. 16. Apoc. IZ, 12. sq.

§. 4. Die Art und preist eines geschehenen Wunder-wercks betreffend, daraus man ein Kennzeichen von derWahr-

heit

erkennen, als noch natürlicheKräfte und Gesetze der Bewegung zureichend sind, dieSache darnach so zu erklären, daß sie nach dem ordentlichen Lauf der Natur undKräften der Creatur geschehen müssen, so wie geschehen ist.

n) Nach dem bewährten dsnon, pli^gco; Öonci-s nsrursm Osur nikitaxir, Sperling. 8ynops, I..c. 4. axiom. 1. p. m. ry.

O) Man könnte zwar auch wider dieses Mcrckmahl und Kennzeichen derwah-ren Wunderwerche einwenden, daß nicht nur der Teufel, sondern auch seineWerck-zeuge, die falschen Propheten, sich meisterlich verstellen können; doch wenn mandabei) auf solcher Lehre, wohin sie abzielet, oder deren Absicht genau Acht hat, sokan man gar leicht den Baum an seinen Früchten erkennen, wie unser Heyland leh-ret, Matth. 7,15.16. i Iyh. 4 ,i.

P) Vicl. ttollmsnn. Loinmsrrtsr. pliilosypk. 6e mirae. XXI-XXV-

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