Von den V)underwercken.
den können. Geheimnisse der Natur für die meisten Men-schen sind diejenigen künstlichen Erfindungen, welche von scharf-sinnigen Philosophis und andern erfahrnen Leuten durch diervlaoiam naturrein, EkeirÜLam und I^latlielm hervorgefuchtworden.
i^Aey dem Unterschied der Wunderwercke und dessen Man-nigfaltigkeit zeiget sich noch kein deutliches und unbetrügli-ches Merckmahl, aus welchem man beurtheilen könne, waswahrhaftige Wunderwercke seyn ? da aber gar viel daran ge-legen, daß man von der Wahrheit eines Wunders versichertseyn möge; So haben sich einige bemühet, dieses aus einem lindandern besondern Umstände auszumachen, doch da man dieUnvollkommenheiten der sürgegebenen Kennzeichen nicht leug-nen können, so geht man am sichersten, wenn man nicht einen,sondern alle Umstände und Merckmahle zusammen fasset, undalso acht giebt, i) auf die Sache selbst , 2) auf die wunder-thätige Person, z) auf die Art und Weise des geschehenenWunders, und 4) auf dessen Absicht oder Endzweck.
H. 2. Also wird nun aus dem Objecko oder Beschaffen-heit des Wunderwercks- selbst, dasselbe als wahrhaftig er-kannt, wenn die Sache an sich natürlicher Weise nicht mög-lich m) auch nicht gewöhnlich ist, cons Matth. 9, zz. Marc.
m) Zwar wird man dergleichen hohe Erkänntnrß bey keinem Menschen an-treffen, daß er die sämmtlichen Kräfte der gaukcii Natur oder jeglichen Crea-tur verstehen, und also was nach diesen möglich ist, oder dieselben uberimget,ausmachen könnte, kkolimÄnn. I. c. H. 8- p- 22 . lg. doch da man de» einigenFallen dieses gar wohl wissen und verstehen ?an, wie oben Lap- z. §- 4'
k. 6-8- erwchnet worden; so hat man auch so lange keine Wunderwercke zu
Das; Capitel.
Bonden Kennzeichen der Wunder-
erkennen.