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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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637
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Von den N>underwercken.

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heit desselben nehmen könne, so muß solches nicht im Wincketoder Verborgenen geschehen, in keines oder nur weniger undeinfältiger Menschen Gegenwart, sondern öffentlich vor einergrossen Menge verständiger und gewissenhafter Leute, die alleihre Augen darauf gerichtet haben, ja vor den Feinden selbst,daß sie, wie arg und verschlagen sie auch sind, nichts dawideraufzubringen wissen, noch einigen Betrug verspüren können.Also geschahen z. E. die Wunder Mosis und Christi, wie auchder Apostel, frey und öffentlich vor viel hundert ja tausendMenschen, auch den ärgsten Feinden, E.rod. 8,19. Deut. n,7. c. 29, 2. z. con?. Ios. 10, 12. Ioh. i8, 20. Matth. 9, 8. c.11,4. c. 12,24. tue. 11,15.17. Ioh. 2,9. ii. Act. 2, 5 - -12. c. 4.16. c. 7,8.9- ro. c. 9,42. Aber so verhält es sich nicht mit denvorgegebenen Wunderwercken der Papisten; denn die mun-ckeln damit im Dunckeln, bringen sie nicht ans Licht, scheuen sichvor verständigen und unpartheyischen Leuten solche zu zeigen,und sind damit ganH verdächtig.

H. 5. Endlich muß man auf die Absicht und den End-zweck der wahren Wunderwercke sehen, welcher nicht ist, daßsie bloß zur Erstaunung und Verwunderung, vielweniger zurKurtzweil oder Possen geschehen g), am allerwenigsten abereinen Irrthum oder falsche Religion damit zu bestätigen r);sondern daß sie allemahl zur Ehre des Göttlichen Nahmens,undzur Ueberzeugung der menschlichen Gewissen von der wahrenReligion, Frucht und Seegen bringen, einfolglich dem Reichdes Teufels Schaden thun, indem sie die Irrthümer und Lügen,wie auch den Aberglauben und Abgötterey zu schänden machen,

daher

g) Dergleichen Absicht haben die Gauckler, und auch einige gerühmte Wunder-ivercke im Pabstthum. Siehe, was O. Lpener in der Glaubens-Lebre, vom. 5.Trinic. >>. 882. aus Oanhgusr.l^sletsm. cte Mll'gc. P.74. und Valerii btsZni kez.^recl. p. 282. anführet.

r) Dieses suchten mit ihrem Blendwerck die Egyptischen Zauberer und An-tagvnisteu Mosis 2 Tim. z, 8. wie auch die falschen Propheten und kleucin-blelsiT, Matth. 2j, 24. deren Betrug darum auch bald offenbar worden-Wenn auch schon gottlose Leute Wunder-Gaben besessen, wie auS Matth. 7,22.

und dem Exempel Judas Ischarioth, c. 10, i 4. 5.8. erhellet, so hat dochEvtt nimmer zugeben können, daß sie sich derselben zu Bestätigung ihres Irr-thums und falschen Lehre bedienen, oder sie mißbrauchen können, viel. Nollm,>- c. §. 2;. p. Ll. ic. §. zy. p. 105. coll. Hebopffer Z7- Bkytr. p 66y.