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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Von den lVunderwercken.

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Würckungen des allmächtigen Gottes ohne, über und widerdie ordentlichen Kräfte und Gesetze der Natur oder Creatur:diese die unächten Wunderwercke sind Würckungen des all-mächtigen Gottes durch die ordentlichen Kräfte und Gesetze derNatur und Creatur.

§. 7. Die achten Mnnderwercke können wieder einge-theilet werden, in gewöhnliche und ungewöhnliche. In jenemVerstände kan man das Wort Wunderwerck nehmen auchvon den Würckungen Gottes an den Seelen der Menschen imReich der Gnaden, als welche gewöhnlich oder täglich geschehen,und doch übernatürlich sind, weil sie die natürlichen Kräfte desVerstandes und Willens überschreiten, i) z. E. die Bekehrung,Wiedergeburt, Rechtfertigung, Vereinigung mit Gott, rc.Diese aber,die ungewöhnlicheWunderwercke,sind WürckungenGottes im Reiche der Allmacht, die nicht täglich, sondern sel-ten und ausserordentlich geschehen, und zwar entweder zumTrost, Vergnügen, Nutzen und Besten der Frommen, oderzum Schrecken, Strafe und Schaden der Gottlosen k).

§. 8. Die unächten V)underwercke werden also ge.nennet, weil sie eigentlich keine Wunderwercke sind, sondernnur Geheimniste der Natur, und zwar auf gedoppelte Art undWeise. Denn i) etliche sind allen Menschen, 2) etliche denmeisten Menschen Geheimnisse der Natur. Für alle Men-schen ist ein Wunder und Geheimniß z. E. die Zeugung undBildung eines Kindes in Mutrerleibe, 1 ) Ps. 159,14. imglei-chen die Bildung und Gestaltung eines jeglichen andern Thiers,in den Pssantzen und Kräutern, u. d. g. wie denn auch die subti-lesten Natur-lehrer selbst gestehen müssen, daß sie die eigentlicheForm und Würckung der Materialischen Dinge nicht ergrün-den

i) Siehe oben Vorbmcht §. 4. nor, I) p 629. ly.l<) Siehe unten 6.

1) Also hält o. kseiä'ci- in seinen Oub. vex. p. 848- das Leben eines Kindesetliche Monath lang in Mutterleibe für ein grösser Wunder, als des Prophetencgvna ün Bauch des Wallfisches. Hieher gehören die sogenannten Wundcr-Keichen der Natur, sie seyn gleich gewöhnliche, z- E. die Luft - und Feuerzei-chen ; oder ungewöhnliche,; E die Mißgeburthen, Erscheinungen mancherleyBilder und Figuren in der Luft, Blut-Regen, u- d, g. welchen der Pöbel oftmancherley döse Bedeutungen zuschreibet.

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