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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Von den Wunderwercken.

Gott der Urheber der Natur, und die Natur selbst sind und ^ ^bleiben sehr weit unterschieden r). ^

z) Mit den sogenannten tzualiwtidus occuIri8 aufgezogen .) ^kommen, oder sich auf die verborgenen Kräfte der Natur beru- § K,fen,ist ein solch as^lum iMorantiw, dahinein kein Weltweisersich mit Ehren retiriren kan s). ^ ^ -

4) Ob zwar alle Kräfte der Creatur und ganhen Natur zu ,^l!verstehen oder genau abzucirckeln, uns Menschen sehr schwer,

ja gar unmöglich ist; so kennen und wissen wir doch etlicher na- , /.) ktürlicher Dinge nothwendiges und ordentliches Verhalten, undsind daher auch aus denselben und denen concurrirenden Um- ^ Aständen zu schließen befugt, welche Würckungen ihnen nicht ge.mäß, und also von ihren natürlichen Kräften nicht herrühren ^können. Und also giebt es in der That Fälle von solchen ausser-ordentlichen Sachen, dabey man mit allen seinen Sinnen deut- ' 'lich wahrnimmt, und mit seinem'Verstände zugleich wohl be- // ^greifst, daß dieselbe nichts natürliches seyn können, sondern einwürcklicheö Wunder seyn müssen t). Darum wie man ausallen seltsamen Dingen nicht so gleich Wunderwercke machen ^darf, so muß man auch dagegen nicht würckliche Wunder fürnatürliche Begebenheiten achten. Unsere Unwissenheit kan derMöglichkeit der Sache und der Wahrheit der Wunderwercke -Mnichts benehmen; denn darum sind die Wunderwercke auchGeheimnisse, d. i. eine mögliche Sache, deren eigentliche Artder Möglichkeit über allen unsern gegenwärtigen Begriff ge- >het u). Indessen ist leichter zu begreiffen, daß der Schöpffecder Natur, dessen Kraft unendlich ist, Wunder thun könne, als ^daß ein Geschöpfs nach seiner verborgenen, aber auch nichtigenKraft es thun sollte.

5) Diejenigen, welche die Natur-Wissenschaft dazu miß- ^brauchen, daß sie die Wunderwercke nach den Natur-Gesetzen ^und Regeln der Bewegung auslegen, oder alles natürlich er- ^ ^

klären

r) Via. I. c. c. z. §. 5. P.2AI. th. L c. 7. §,5. P.625. lq. ttoNmsno,e!omm^nr. §. 62 - 66. >>. 14^. 1q.

r) Vic!. Lucjcl. i. c. c. 9. p. /zZ- Sperling 8 ^nop 5 . l..r. c.z. gxiom.

p. m. 79. r) Cont. Freywrü. Hebopff ;6. BeoN'. §. i6. p. Lj>s.

cvN. kkvilmsnn. I. c. §. rr. p. ;4. u) <Zjchk oben c i. §. 6. j>. 67.